Unterwegs im Allwetterzoo

Im Münsteraner Allwetterzoo gibt es eine Menge zu sehen. Was genau? Das gibt es in der ersten Sendung von Status Quo.

Den Allwetterzoo in Münster gibt es seit 1974. Woher der Name kommt? Die großen Tierhäuser sind alle durch überdachte Wege verbunden. So können Besucher auch bei Regen einen Großteil der Anlagen trocken besuchen. Der Allwetterzoo hat seinen Namen also verdient. Allerdings sind nicht alle Anlagen durch Gänge verbunden. Einige große Auslaufbereiche gibt es bei Regen also nur mit Schirm zu sehen.

Das Motto des Zoos lautet "Tiere hautnah erleben". Bei unserem Besuch konnten wir immer wieder beobachten, wie dies umgesetzt wird. Wichtig ist den Mitarbeitern und Verantwortlichen im Zoo, möglichst wenig Barrieren zwischen Tieren und Besuchern zu haben. Das bedeutet: Glaswände statt Gitterstäbe, kleine Zäune statt Maschendraht. Gleichzeitig geht es längst nicht mehr darum, den Besuchern die Tiere nur zu zeigen. Kleine Attraktionen wie die öffentliche Elefantenfütterung oder der Pingungspaziergang geben den Besuchern die Möglichkeit, die Tiere tatsächlich "hautnah" zu erleben.

Das Vorurteil hält sich hartnäckig "Ein Zoobesuch? Was wollt ihr denn da? Das ist doch nur was für Kinder!" Und tatsächlich sind Kinder genau die Zielgruppe, die uns als erstes in den Kopf schießt. Kinder, Familien, vielleicht auch Rentner mit Dauerkarte - und Studenten? Was macht den Zoo auch für uns interessant? Die Tierfans werden da nicht lang mit der Antwort warten. Tiere anschauen, das ist doch schließlich für jeden schön. Und auch sonst kann ein Zoobesuch eine tolle Flucht von Alltag und Unistress sein. Neben den Tieren in den Gehegen gibt es dort eine Menge frei fliegender Vögel und weite Grünflächen. Stefanie Heeke, Medienbeauftragte des Zoos verrät und außerdem: Der Zoo ist ein toller Ort für ein erstes Date. Schon so manchen Paar ist sich zwischen Tier- und Affengehege näher gekommen. Extra dafür gibt es auch ein paar abgelegene Sitzplätze.

Zoos in aller Welt stehen immer wieder in der Kritik. Das Stichwort ist "Artgerechte Haltung". Heutzutage stehen Tierparks vor einem Balanceakt: Den Tieren das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten und gleichzeitig den Besuchern einen aktraktiven Park zu bieten. Natürlich können wir Wildtieren aus Afrika hier in Deutschland nicht das Klima und die Natur bieten, die ihr natürlicher Lebensraum ist. Aber ein Zoo in dem nur heimische Tiere wohnen? Da zieht es nur die wenigsten Besucher hin. Bei unserem Rundgang im Zoo sehen wir immer wieder Tierpfleger, die ihre Tiere versorgen und beschäftigen. Schließlich wollen auch die Abwechslungs haben. Der Allwetterzoo trifft immer wieder Entscheidungenn zugunsten des Artenschutzes, zum Beispiel hat er jüngst die Mandrills an den Zoo in Mainz abgegeben, weil sie den Tieren kein angemessen großen Gehege bieten könnten. Dadurch gewinnt der Zoo Platz, um anderen Tieren eine größere Auslauffläche zu geben. 

Überall im Allwetterzoo stehen Infotafeln. Auf denen stehen nicht nur Informationen über die verschiedenen Tierarten, sondern auch darüber wie man sie schützen und erhalten kann. Gerade für Kinder ist der Zoo ein Ort an dem sie zum ersten Mail mit Tier- und Artenschutz in Berührung kommen. Wir finden: das ist eine gute Sache.

 

Falls ihr jetzt Lust bekommen habt auf einen Zoobesuch:

geöffnet ist der Zoo jeden Tag ab 9:00

Für Studenten kostet der Eintritt 11,90€ im Sommer und 8,90€ im Winter

Erwachsene zahlen 16,90€ bzw. 12,90€

Für Spontane: Am 23./24. April gibt es für alle Zoobesucher 40% Rabatt auf den Eintrittspreis


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