F1: Drivers Ranking Russland

Neu in 2017: Das QMotors-Driver Ranking. Wir vergeben selbst die Punkte für die Fahrer. Welcher Fahrer überzeugte am meisten, unabhängig vom Auto oder tatsächlichen Ergebnis?

Formel Gähn - zumindest für den Großteil des Rennens. Sotchi, eigentlich eine Mercedes-Strecke, sah die beiden Ferraris in Startreihe 1 stehen. Sieger wurde am Ende doch Valtteri Bottas, der beim Start die Führung erobern konnte. Danach offenbarte sich ein recht langweiliges Rennen, das erst an Spannung gewann, als Vettel kurz vor Schluss nochmal an Bottas herankam. Vettel kann mit Platz 2 seinen Vorsprung auf Hamilton in der Gesamtwertung weiter ausbauen. Hamilton hatte ein Wochenende zum vergessen. Gesamtfazit des Wochenendes: Ferrari scheint momentan knapp die Nase vorn zu haben. Zur Leistung der einzelnen Fahrer kommen wir jetzt:

01. Valtteri Bottas - Erster Karrieresieg für den Finnen, Sieg in unserem Drivers Ranking. Im Quali war er eine halbe Sekunde schneller als Teamkollege Hamilton - im Gegensatz zu Bahrain war das diesmal auch auf eine starke Leistung von Bottas zurückzuführen. Bottas startete perfekt ins Rennen und ging in Führung. Da war das Rennen eigentlich schon im Sack. Kleine Abzüge für Bottas gibt es für den Fahrfehler im letzten Stint, der das Rennen aus Bottas Sicht nochmal unnötig spannend gemacht hat.

02. Sebastian Vettel - Fehlerfreies Wochenende und trotzdem nicht auf Rang 1. Pole Position, und am Start war auch nichts auszusetzen. Auf der langen Geraden konnte er gegen Bottas nichts ausrichten. Am Ende roch Vettel am Sieg, konnte sich aber nicht um die entscheidenden Zehntel an Bottas heranrobben. So knapp wie Vettel im Rennen am Sieg vorbeirutschte, so knapp liegt er auch in unserem Ranking hinter Bottas.

03. Nico Hülkenberg - Viertes Rennen, viertes mal Top10 im Qualifying. Im Rennen fuhr er einen beeindruckenden ersten Stint - niemand war so lange draußen wie Hülkenberg. Und am Ende reichte das ganze für einen guten 8. Rang. Hülkenberg zeigt bis jetzt seinem Teamkollegen Palmer die Grenzen auf. Der Chef im Hause Renault wird daher bei uns mit einem Platz auf dem Podium belohnt.

04. Felipe Massa - Massa bestätigte auch an diesem Wochenende seine starke Form. Im Quali schlug er einen Red Bull, im Rennen lag er lange auf Platz 6. Mit schleichendem Plattfuß musste er kurz vor Schluss noch ein zweites mal an die Box und verlor damit einige Positionen. Die Kritik, dass er Vettel in der letzten Runde den Sieg gekostet hat, ist unberechtigt. Massa befand sich im direkten Duell mit Ocon und Hülkenberg und hatte daher besseres zu tun, als sich in Luft aufzulösen. Wir sind uns außerdem sicher, dass das im Duell um den Sieg eh keinen Unterschied gemacht hat/ hätte.

05. Kimi Räikkönen - Auf den ersten Blick ein starkes Wochenende von Kimi im Vergleich zu den ersten drei Rennen. Schaut man genauer hin, war es ein Wochenende der vergebenen Chancen. Im Quali verlor er die Pole in der letzten Kurve, im Rennen versaute er den Start. Gerade in der zweiten Rennhälfte sah man, dass Räikkönen der schnellste Mann im Feld war. Daher ist Platz 3 eher eine Enttäuschung - bei uns gibt es für den generellen Aufwärtstrend aber trotzdem noch den fünften Platz im Drivers Ranking.

06. Sergio Perez - Force India ist in diesem Jahr unauffällig, aber erfolgreich unterwegs. Beide Fahrer in den Top10 gestartet, beide Fahrer in den Punkten ins Ziel gekommen. Perez lag mit Platz 6 noch knapp vor seinem Teamkollegen Ocon und daher auch hier knapp vor dem jungen Franzosen.

07. Esteban Ocon - siehe Sergio Perez. Erneut starke und vor allen Dingen konstante Leistung von Rookie Ocon. Noch ist er im Windschatten von Teamkollege Perez, aber man sieht das Potential, dass Ocon im Laufe des Jahres die Oberhand im teaminternen Duell erlangen könnte.

08. Max Verstappen - ...verlor das Quali-Duell gegen Ricciardo. Im Rennen arbeitete er sich mit gutem Start aber auf Rang 5 nach vorne. Danach ging weder nach vorne noch nach hinten nichts. Ein einsames Rennen für Verstappen, aber ein gutes. Daher gibts bei uns Platz 8.

09. Carlos Sainz - Ähnlich wie Verstappen fuhr auch Sainz unauffällig. Nach Strafe aus Bahrain ging es von Platz 14 los - am Ende sprang mit Platz 10 ein Pünktchen heraus. Den Teamkollegen hatte Sainz aber sicher im Griff.

10. Kevin Magnussen - Wieder ein Fall von: Punkte aus Alternativlosigkeit. Magnussens einzige Leistung war, dass er stärker war als sein Teamkollege. Alternative zu Magnussen wäre vielleicht Stroll, der bisher sein stärkstes Wochenende zeigte. Aber trotzdem drehte sich Stroll einmal im Rennen und lag weiterhin meilenweit hinter Massa. Der letzte Punkt im Drivers Ranking geht daher an den Dänen im Haas.

 

Gesamtwertung:

01. Vettel 73 Pkt.

02. Hamilton 55 Pkt.

03. Bottas 43 Pkt.

04. Massa 42 Pkt.

05. Verstappen 37 Pkt.

06. Grosjean 27 Pkt.

07. Perez 26 Pkt.

08. Sainz 22 Pkt.

09. Hülkenberg 19 Pkt.

10. Alonso 18 Pkt.

11. Ricciardo 14 Pkt.

12. Räikkönen 11 Pkt.

13. Ocon 9 Pkt.

14. Magnussen 7 Pkt.

15. Wehrlein 1 Pkt.


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