Drivers Ranking: Belgien

Das QMotors-Driver Ranking. Wir vergeben selbst die Punkte für die Fahrer. Welcher Fahrer überzeugte am meisten, unabhängig vom Auto oder tatsächlichen Ergebnis?

Die Sommerpause ist schon wieder vorbei. Für die Teams galt fast schon eine Urlaubspflicht - in den freien Wochen durfte nicht am Auto oder in der Fabrik gearbeitet werden. So ging es nach Spa mit der Erwartung eines erneuten engen Schlagabtausches zwischen Mercedes und Ferrari. Vettel, mit 14 Punkten Vorsprung angereist, war aber eher der Außenseiter im Duell mit Hamilton. Hamilton gewann ein abwechlungsreiches Rennen in den belgischen Ardennen von der Pole Position aus. Sebastian Vettel konnte sich aber schon direkt dahinter einreihen. Ricciardo komplettierte das Podium, während sein Teamkollege Verstappen erneut wegen technischen Problemen ausfiel. Für Verstappen und seine in unfassbaren Mengen angereisten Fans ein weiteres enttäuschendes Rennen. Nun aber zu unserem Driver Ranking:

01. Lewis Hamilton - Hamilton fuhr souverän auf die Pole Position und stellte somit den Allzeit-Rekord von Michael Schumacher ein. Im Rennen kontrollierte Hamilton dann die Pace vor Sebastian Vettel. Durch die späte Safety Car-Phase und die Entscheidung auf Soft-Reifen zu bleiben, sah Hamilton wie leichte Beute für Vettel aus. Was Hamilton aber dann zeigte war unglaublich. Ohne Probleme blieb er vorne, Vettel hatte nur einmal direkt nach dem Restart eine kleine Chance. Hamilton zeigt im engen Titelkampf seine Nervenstärke und holt sich deshalb hier einen völlig verdienten Sieg.

02. Fernando Alonso - Die Schwächen des Honda-Motors sind inzwischen jedem bekannt. In der Qualifikation kam es zu der komischen Situation, dass Alonso seine Elektronik zum Absturz brachte, da er Pouhon Vollgas durchfuhr. Im Rennen schoss er durch einen hervorragenden Start auf Platz 7 nach vorne. Danach war er auf der langen Geraden chancenlos gegen seine Gegner. Das Ende der Geschichte war wie so oft ein technischer Defekt.

03. Nico Hülkenberg - Am Freitag schien Hülkenberg noch nicht sehr gut in Form, am Samstag holte er aber mit Platz 7 das absolute Maximum in seinem Renault heraus. Und im Rennen profitierte er von Verstappens Ausfall und wurde gar Sechster. Und das ohne große Gefahr von hinten. Erneut eine verdammt starke Leistung vom Deutschen.

04. Max Verstappen - Verstappen ist einer der großen Pechvögel von Spa. An Mercedes und Ferrari ging kein Weg vorbei, mit Startplatz 5 war er aber dennoch in bester Angriffsposition. Nutzen konnte er diese nicht, da sein Auto ihn schon nach wenigen Runden im Stich ließ. Ricciardos Podiumsplatzierung zeigt, was für Verstappen drin gewesen wäre.

05. Jolyon Palmer - Bei Palmer ging man eigentlich davon aus, dass er in der Sommerpause durch einen anderen Fahrer ersetzt wird. In Spa zeigte er aber erstmals in dieser Saison eine richtig starke Leistung. Durchgehend mit Teamkollege Hülkenberg auf Augenhöhe und meistens sogar ein Stück schneller. In der Qualifikation erwischte ihn das Pech aber voll. Getriebeschaden und dadurch eine Rückversetzung um 5 Plätze in der Startaufstellung. Im Rennen kam er zwar nicht wirklich nach vorne, zeigte aber einige schöne Duelle unter anderem mit Fernando Alonso. Für den klar erkennbaren Aufwärtstrend gibt es bei uns Platz 5 für Palmer.

06. Esteban Ocon - Gewohnte Szenen bei Force India. Perez und Ocon auf Augenhöhe, Perez und Ocon fahren sich ins Auto. Zwei mal sogar. In diesem Fall liegt die Schuldfrage jedoch klar bei Perez. Bei der zweiten Kollision hätte Ocon auch zurückstecken können, letztlich war es aber Perez, der ihn abdrängte. Ergebnis ist allemal, dass da viele Punkte für Force India Hopps gegangen sind. Ocon rettete mit Rang 9 wenigstens noch zwei Punkte. Ohne Perez wäre er noch deutlich weiter vorn gelandet.

07. Daniel Ricciardo - Trotz Podium hier nur Platz 7? Aufgrund der Niederlage im teaminternen Duell liegt das Nahe. Positiv zu bemerken ist der Fakt, dass er - egal aufgrund welcher Leistung - 15 Punkte und einen Pokal mit nach Hause nimmt. Ricciardo hielt sich aus allem raus und konnte so Platz 3 stiebitzen.

08. Romain Grosjean - Ähnlich wie Ricciardo war auch Grosjeans Leistung nicht sonderlich spektakulär. Wie er auf Rang 7 gekommen ist, weiß er wohl selbst nicht ganz genau. Dennoch sind es 6 sehr wichtige Punkte für ihn und das Haas-Team. Und die Punkte sind es am Ende, die zählen.

09. Sebastian Vettel - Ferrari war näher an Mercedes dran als erwartet. Mit Platz 2 sprang auch ein gutes Ergebnis raus. Aber: Vettel war dieses Wochenende wie schon in Ungarn etwas langsamer als Teamkollege Räikkönen. Und nach der Safety Car-Phase hätte man mehr von Vettel auf Ultrasoft erwartet. Stattdessen kam nicht mal ein richtiger Angriff zu stande. Sieht Vettel wie einer der Sieger des Rennens aus, war seine Leistung lediglich ok.

10. Kimi Räikkönen - Das Pech bleibt Räikkönen treu. Vibrationen störten ihn sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Dazu machte er sich das Leben zusätzlich schwer: Die erste Reihe verlor er durch einen Fahrfehler im Quali, im Rennen gab es eine auch in der Höhe gerechtfertigte Strafe für Ignorieren von gelben Flaggen. Positiv bewerten kann man seine Hilfestellung für Vettel in der Qualifikation nachdem er seine Runde vergeigte und dieses wirklich starke Manöver gegen Bottas nach der Safety Car-Phase. Mit Platz 4 nimmt Räikkönen aber noch ein akzeptables Ergebnis aus einem misslungenem Wochenende mit.

 

Gesamtwertung:

01. Hamilton 187 Pkt.

02. Vettel 138 Pkt.

03. Verstappen 105 Pkt.

04. Bottas 97 Pkt.

05. Ricciardo 94 Pkt.

06. Alonso 89 Pkt.

07. Räikkönen 72 Pkt.

08. Hülkenberg 71 Pkt.

09. Sainz 57 Pkt.

10. Perez 55 Pkt.

11. Ocon 55 Pkt.

12. Grosjean 52 Pkt.

13. Massa 50 Pkt.

14. Stroll 19 Pkt.

15. Magnussen 17 Pkt.

16. Wehrlein 17 Pkt.

17. Vandoorne 14 Pkt.

18. Palmer 10 Pkt.

19. Kvyat 3 Pkt.


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