F1 Testreport (Aktualisiert - Tag 8)

Wir versuchen euch auf dem neuesten Stand zu halten, wie die Wintertests in Barcelona verlaufen, und welches Team den stärksten Eindruck hinterlässt.

Tag 8/8 - Nachmittag:

Das ist schon der letzte Beitrag unseres Testreports. Der Nachmittag war nicht ganz so von Rennsimulationen gefüllt, wie wir das erwartet hatten. Das lag aber unter Anderem daran, dass einige Teams technische Probleme hatten. So auch Red Bull die mit Turboproblemen lange Zeit an der Box standen. Kimi Räikkönen musste seine Rennsimulation nach knapp 40 Runden wegen technischer Schwierigkeiten abbrechen. Bis dahin kamen seine Zeiten aber nicht an die Konstanz von Vettel am Vortag ran. Toro Rosso fuhr mit Carlos Sainz auch eine Rennsimulation, die ziemlich konstant war. Das inoffizielle Red-Bull-Junior-Team scheint vom Tempo bei der Musik dabei zu sein, muss aber noch an der Standfestigkeit arbeiten.

Versuchen wir zum Abschluss der Tests eine Hackordnung zu erstellen: An der Spitze setzen sich drei Teams recht klar vom Mittelfeld ab. Das sind Mercedes, Ferrari und Red Bull. Und in dieser Reihenfolge tippen wir auch das Bild in Melbourne. Mercedes knapp vor Ferrari, Red Bull schon mit einer Lücke dahinter. Hinter den Top3 gibt es ein enges Mittelfeld. Williams, Force India und Toro Rosso scheinen gut aufgestellt zu sein. Auch Renault wird einen Schritt nach vorne machen. Im hinteren Mittelfeld tippen wir auf Haas, die bei guter Tagesform aber in die Gruppe vor ihnen stoßen könnte. Hinten liegen McLaren und Sauber. McLaren scheint zwar ein gutes Auto gebaut zu haben, jedoch ist der Motor ein Reinfall. Er ist mit Abstand der langsamste und auch der unzuverlässigste. Sollte Honda aber die Motorenprobleme in den Griff bekommen, kann McLaren im vorderen Mittelfeld mitkämpfen. Müssten wir Geld darauf setzen, wer in Melbourne auf dem Podium steht, würden wir auf Mercedes und Ferrari tippen. Weitere Analysen zu den Wintertests hört ihr am Montag abend in unser nächsten QMotors-Sendung um 20Uhr.

 01. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:18:634 (111 Runden)

02. M.Verstappen (Red Bull) - 1:19:438 (71 Rnd.)

03. C.Sainz (Toro Rosso) - 1:19:837 (132 Rnd.)

04. V.Bottas (Mercedes) - 1:19:845 (53 Rnd.)

05. L.Hamilton (Mercedes) - 1:19:850 (54 Rnd.)

06. N.Hülkenberg (Renault) - 1:19:885 (45 Rnd.)

07. S.Perez (Force India) - 1:20:116 (128 Rnd.)

08. J.Palmer (Renault) - 1:20:205 (43 Rnd.)

09. L.Stroll (Williams) - 1:20:335 (132 Rnd.)

10. R.Grosjean (Haas) - 1:21:429 (76 Rnd.)

11. F.Alonso (McLaren) - 1:22:731 (43 Rnd.)

12. M.Ericsson (Sauber) - 1:21:670 (59 Rnd.)

13. P.Wehrlein (Sauber) - 1:23:570 (42 Rnd.)

 

 

Tag 8/8 - Vormittag:

Wie schnell zwei Wochen schon wieder um sind - heute gibt es schon den finalen Testtag und die große Frage, ob jemand seine Karten schon offen auf den Tisch legt. Eines können wir vorweg nehmen, der Vormittag war ereignisreich. Fangen wir mit der Technik an: Bei Renault hat man nun endlich einen überarbeiteten Heckflügel montiert, der auch den Regeln entspricht. Das Problem am alten war, dass die Stütze mit dem DRS-Aktivator und nicht mit der Endplatte verbunden war. Bei McLaren und Ferrari wurde ein neuer Monkey-Seat verwendet. Monkey-Seats sind die kleinen Zusatzflügelchen hinter dem Auspuffendrohr, die den Luftstrom kontrollieren sollen.

Für zwei Teams war es ein Vormittag zum vergessen: Haas und.... tadaaaa, McLaren. Grosjean blieb im Haas zwei mal liegen und stoppte ein drittes mal, weil er nach einem Dreher im Kies landete. Die technischen Probleme waren aber jeweils schnell aussortiert. Und für McLaren-Honda gab es tatsächlich Pfiffe von den Zuschauerrängen. Alonso stoppte zwei mal am Streckenrand. Jeweils in der allerersten Runde seiner Stints. Insgesamt standen für den Spanier am Ende 19 Runden zu Buche. Die meisten Runden schafften Ericsson im Sauber und Stroll im Williams mit jeweils 59 Umläufen.

Und nun zu den Rundenzeiten. Kimi Räikkönen drehte bereits auf den Soft-Reifen eine Zeit von 1:19,2 und auf Supersoft dann die schnellste Zeit der Testfahrten mit 1:18,634. Alle anderen waren da schon eine Sekunde oder mehr dahinter. Aus dem Fahrerlager hört man, dass nur Mercedes an diese Zeit rankommen könnte. Die haben heute aber leider keinen Angriff auf die ganz schnelle Runde unternommen. Das Bild der letzten Tage festigt sich also: Ferrari scheint auf eine Runde ebenbürtig mit Mercedes zu sein. Die Qualifikation in Melbourne wird also spannend. Auf die Renndistanz wollen wir da noch vorsichtig mit Optimismus sein. Zwar lag Ferrari gestern zeitlich auf dem Niveau von Mercedes, aber in den letzten Jahren war Mercedes dann immer in der Lage noch einen drauf zu setzen, wenn es nötig wurde. Schnell war heute aber auch Toro Rosso. Die waren nur 4 Zehntel hinter Red Bull auf Rang 4. Am unteren Ende der Rangliste landeten heute Sauber und die problembehafteten Haas und McLaren. Für das Testfinale heute nachmittag erwarten wir dann noch die ein oder andere Rennsimulation und kommen hoffentlich ohne liegengebliebenen McLaren aus.

 

01. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:18:634 (48 Runden)

02. M.Verstappen (Red Bull) - 1:19:438 (33 Rnd.)

03. C.Sainz (Toro Rosso) - 1:19:837 (39 Rnd.)

04. V.Bottas (Mercedes) - 1:19:845 (53 Rnd.)

05. N.Hülkenberg (Renault) - 1:19:885 (45 Rnd.)

06. S.Perez (Force India) - 1:20:116 (46 Rnd.)

07. L.Stroll (Williams) - 1:20:335 (59 Rnd.)

08. R.Grosjean (Haas) - 1:21:429 (44 Rnd.)

09. M.Ericsson (Sauber) - 1:21:670 (59 Rnd.)

10. F.Alonso (McLaren) - 1:22:731 (19 Rnd.)

 

 

Tag 7/8 - Nachmittag:

Wie in den letzten Tagen blieben die Bestzeiten vom Vormittag auch am heutigen Nachmittag unberührt. Dafür bekamen wir Rennsimulationen geboten. Sebastian Vettel absolvierte die überzeugendste. Die Zeiten blieben über den gesamten Stint innerhalb einer Sekunde immer im Schnitt hohe 1:23er-Zeiten. Das ist ziemlich flott, wenn man bedenkt, dass da ja noch einiges an Benzin im Auto war. Ebenfalls sehr konstant war die Rennsimulation von Ricciardo im Red Bull. Allerdings war Ricciardo auch konstant 2 Sekunden langsamer als Vettel. Red Bull begründete den großen Rückstand nachher mit einem nicht-idealen Setup. Die dritte Rennsimulation kam vom Youngstar Esteban Ocon im Force India. Die Runden waren etwa eine halbe Sekunde langsamer als die von Ricciardo und gegen Ende der Stints unkonstanter als Vettel und Ricciardo. Dass deren Rundenzeiten so konstant waren, liegt aber auch an den neuen Reifen für diese Saison. Pirelli bringt nämlich deutlich härtere Reifenmischungen an den Start als im letzten Jahr. Man will aufgrund der höheren Kurvenbelastungen die sicherste Variante wählen. Folge davon werden aber 1-Stopp-Rennen sein. Die Reifen halten eine gefühlte Ewigkeit. Einige befürchten dadurch weniger Rennaction, Andrew Green (Technikchef von Force India) sieht darin aber auch eine Chance. Er sagt, die Fahrer seien nun gezwungen ihren Vordermann aggressiv anzugreifen. Es macht seiner Meinung nach keinen Sinn mehr darauf zu hoffen, dass die Reifen des Vordermanns einbrechen.

Die heutige Nachmittagssession wurde zwei mal unterbrochen. Einmal ist Daniil Kvyat im Toro Rosso liegen geblieben und einmal der Renault von Palmer. Ansonsten drehten die Teams eifrig ihre Runden. Am unteren Ende, wir wollen es fast nicht sagen, McLaren. 48 Runden am gesamten Tag. Weniger hatte nur Wehrlein im Sauber, aber der fuhr ja auch nur am Nachmittag. Die meisten Runden kamen von Vettel mit 156. Die 100-Runden-Marke wurde außerdem noch von Ocon, Magnussen und Daniel Ricciardo geknackt.

 

01. S.Vettel (Ferrari) - 1:19:024 (156 Runden)

02. L.Hamilton (Mercedes) - 1:19:352 (52 Rnd.)

03. E.Ocon (Force India) - 1:20:161 (137 Rnd.)

04. D.Kvyat (Toro Rosso) - 1:20:416 (94 Rnd.)

05. K.Magnussen (Haas) - 1:20:504 (119 Rnd.)

06. D.Ricciardo (Red Bull) - 1:20:824 (128 Rnd.)

07. S.Vandoorne (McLaren) - 1:21:348 (48 Rnd.)

08. V.Bottas (Mercedes) - 1:21:819 (95 Rnd.)

09. P.Wehrlein (Sauber) - 1:22:347 (44 Rnd.)

10. J.Palmer (Renault) - 1:22:418 (53 Rnd.)

11. M.Ericsson (Sauber) - 1:23:330 (88 Rnd.)

12. F.Massa (Williams) - 1:24:443 (80 Rnd.)

10. L.Stroll (Williams) - 1:24:863 (85 Rnd.)

 

 

Tag 7/8 - Vormittag:

Wie auch in an den letzten Tagen ging es heute morgen vor allem um die Zeit auf eine schnelle Runde. Und an der Spitze duellierten sich da Lewis Hamilton und Sebastian Vettel, der heute bereits seinen letzten Testeinsatz hat. Vettel fuhr die schnellste Zeit der Tests mit einer 1:19,0 - Hamilton landete drei Zehntel dahinter. Zu den beiden Zeiten haben wir aber noch ein paar Hintergrundinformationen. Vettel fuhr den letzten Streckenabschnitt nicht am absoluten Limit, und ging nur mit Halbgas auf die Start/Ziel-Gerade. Grob geschätzt ging dabei wohl etwa eine halbe Sekunde verloren. Das ganze spricht für Ferrari. Für Mercedes könnte der Zeitenvergleich im mittleren Streckenabschnitt sprechen. Der gilt als klassischer Spritsektor - heißt: Wer viel tankt, verliert hier am merklichsten Zeit. Vettel war hier schneller als Hamilton. Das könnte also dafür sprechen, dass Mercedes noch Reserven im Tank hatte. Insgesamt sieht es aber so aus, dass Ferrari, zumindest was den Speed auf eine Runde angeht, mit Mercedes mithalten kann. Hinter den beiden klaffte bereits eine größere Lücke. Ocon hatte im Force India schon mehr als eine Sekunde Rückstand auf die Vettel-Bestzeit. Bei Force India ist das Auspuff-Problem übrigens immer noch nicht gelöst. Seit Tagen kokelt der Auspuff, eine dauerhafte Lösung hat das Team noch nicht gefunden. Auf eine vernünftige Anzahl von Runden kommt Force India aber trotzdem. Die Probleme bleiben da bei den Teams, die schon die ganze Zeit zu kämpfen haben. Toro Rosso und Renault drehten wenige Runden, und, surprise surprise: McLaren. Die brachten das Kunststück fertig, gleich zwei mal liegen zu bleiben. Das erste mal blieb Vandoorne gegen 12 Uhr am Streckenrand stehen. McLaren schickte den Belgier dann keine 30 Minuten später wieder raus, jedoch strandete der Bolide nach nicht mal einer Runde erneut.

Die meisten Runden drehten Sauber und Williams. Ericsson schaffte 88 Runden, und Lance Stroll im Williams 85. Das war schonmal eine deutliche Steigerung im Vergleich zu seiner durchwachsenen ersten Woche. Marcus Ericsson fuhr übrigens auch schon eine Rennsimulation am Vormittag - die Zeiten haben wir leider nicht, werden wir aber direkt nachreichen, falls wir noch darauf stoßen. Die Zeiten auf eine Runde haben wir wie immer für euch aufgelistet:

 

01. S.Vettel (Ferrari) - 1:19:024 (60 Runden)

02. L.Hamilton (Mercedes) - 1:19:352 (52 Rnd.)

03. E.Ocon (Force India) - 1:20:161 (51 Rnd.)

04. D.Kvyat (Toro Rosso) - 1:20:416 (34 Rnd.)

05. D.Ricciardo (Red Bull) - 1:20:824 (41 Rnd.)

06. K.Magnussen (Haas) - 1:20:863 (45 Rnd.)

07. S.Vandoorne (McLaren) - 1:21:348 (33 Rnd.)

08. J.Palmer (Renault) - 1:22:418 (31 Rnd.)

09. M.Ericsson (Sauber) - 1:23:330 (88 Rnd.)

10. L.Stroll (Williams) - 1:24:863 (85 Rnd.)

 

 

Tag 6/8 - Nachmittag:

3 Unterbrechungen zeugen von einem actionreichen Testnachmittag. Für den größten Aufreger sorgte Kimi Räikkönen im Ferrari. Nachdem er am Morgen schon nicht viele Runden schaffte, zerlegte er am Nachmittag den Ferrari nach einem Fahrfehler in Kurve 3. In Folge des Unfalls war sein Testtag frühzeitig beendet.

Die anderen beiden Unterbrechungen wurden von Max Verstappen und Marcus Ericsson verursacht. Bei Verstappen gab es ein Problem mit dem Elektromotor, bei Ericsson handelte es sich um einen Fuel-Run. Die Bestzeiten vom Vormittag blieben unerreicht, die Teams konzentrierten sich auf längere Stints. Auf eine Rennsimulation müssen wir aber weiterhin warten. Die meisten Runden absolvierte trotz seiner technischen Probleme Max Verstappen im Red Bull. Neben ihm knackte auch Perez im Force India die 100-Runden-Marke. Mit 29 Runden absolvierte Palmer im Renault die wenigsten Umläufe. Er startete mit 2 Stunden Verspätung in den Nachmittag.

Am morgigen Tag sitzen einige Fahrer schon das letzte mal vor dem Saisonauftakt im Melbourne hinter dem Steuer. So auch Sebastian Vettel. Daher können wir für morgen sowohl Quali-Runs als auch die ein oder andere Rennsimulation von den Piloten erwarten. Wir sind gespannt.

 

01. V.Bottas (Mercedes) - 1:19:310 (70 Runden)

02. F.Massa (Williams) - 1:19:420 (63 Rnd.)

03. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:20:406 (53 Rnd.)

04. M.Verstappen (Red Bull) - 1:20:432 (102 Rnd.)

05. L.Stroll (Williams) - 1:20:579 (59 Rnd.)

06. L.Hamilton (Mercedes) - 1:20:702 (79 Rnd.)

07. N.Hülkenberg (Renault) - 1:21:213 (61 Rnd.)

08. S.Perez (Force India) - 1:21:297 (100 Rnd.)

09. C.Sainz (Toro Rosso) - 1:21:872 (92 Rnd.)

10. R.Grosjean (Haas) - 1:21:887 (96 Rnd.)

11. P.Wehrlein (Sauber) - 1:23:000 (59 Rnd.)

12. F.Alonso (McLaren) - 1:23:041 (46 Rnd.)

13. M.Ericsson (Sauber) - 1:23:384 (47 Rnd.)

14. J.Palmer (Renault) - 1:24:774 (29 Rnd.)

 

 

Tag 6/8 - Vormittag:

Ähnlich wie am gestrigen Vormittag lag die Konzentration der Teams auf einzelne schnelle Runden. Am schnellsten war Valterri Bottas im Mercedes mit einer 1:19,3. Knapp dahinter landete der gestern schon stark auftrumpfende Massa im Williams. Nach der schwachen ersten Woche zeigt der britische Traditionsrennstall an den ersten beiden Tagen dieser Woche Zähne. Das Sauber-Team findet man dagegen wieder am unteren Ende der Zeitentafel. Nach dem Aus von Manor im Winter könnte es durchaus passieren, dass Sauber die rote Laterne übernimmt. Am Vormittag war nur ein Team langsamer als Sauber: McLaren. Die mussten am Vormittag die Batterie tauschen, und so kam man nur auf 27 Runden. Auch Kimi Räikkönen im Ferrari stand einige Zeit an der Box und kam auf nur 39 Runden. Die meisten Runden drehte Bottas im Mercedes mit 70. Am Nachmittag wird er das Steuer dann an Lewis Hamilton abgeben. Die Piloten werden auch bei Renault, Sauber und Williams gewechselt. Bei Williams können wir dann schauen, ob sich die Fehlerquote von Lance Stroll zum Positiven entwickelt.

Größere neue Teile haben wir heute morgen an den Autos nicht entdeckt. Was aber ins Auge fällt, sind die Zaun-ähnlichen Anbauten an den Autos. Damit versuchen die Teams den Luftstrom um den Wagen zu messen. Den größten "Zaun" hat heute Ferrari ans Auto geschraubt.

 

Wie immer zum Abschluss das Klassement vom Vormittag:

01. V.Bottas (Mercedes) - 1:19.310 (70 Runden)

02. F.Massa (Williams) - 1:19:420 (63 Rnd.)

03. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:20:406 (39 Rnd.)

04. M.Verstappen (Red Bull) - 1:20:432 (34 Rnd.)

05. N.Hülkenberg (Renault) - 1:21:213 (61 Rnd.)

06. S.Perez (Force India) - 1:21:297 (49 Rnd.)

07. C.Sainz (Toro Rosso) - 1:21:872 (46 Rnd.)

08. R.Grosjean (Haas) - 1:22:428 (54 Rnd.)

09. P.Wehrlein (Sauber) - 1:23:000 (59 Rnd.)

10. F.Alonso (McLaren) - 1:23:041 (27 Rnd.)

 

 

Tag 5/8 - Nachmittag:

Bei Mercedes, Renault und Sauber wurden zum Nachmittag hin die Fahrer getauscht. Hülkenberg startete etwas verspätet, weil Renault noch mit dem Motorwechsel vom Vormittag beschäftigt war. Auch McLaren verpasste die ersten beiden Stunden in Folge des Motorwechsels. Der war übrigens ein kapitaler Motorschaden und nicht, wie vom Team offiziell verkündet, ein Elektronikschaden. Das zweite Sorgenkind aus Testwoche 1, Toro Rosso, hatte auch am heutigen Nachmittag Probleme und kam auf nur wenige Runden. Die meisten Runden drehten Sebastian Vettel im Ferrari und Felipe Massa im Williams - heute schafften beide exakt 168 Runden. Von Vettel kam auch die einzige nennenswerte Zeitverbesserung im Vergleich zum morgen. Er erzielte eine 1:19,9 und war damit auf dem Niveau von Hamilton und Massa vom Vormittag. Auffällig war, dass Vettel gleich mehrere Runden im Bereich von 1:19,9 absolvierte.

Eine Minute vor Schluss beendete die rote Flagge den Testtag. Nico Hülkenberg rollte in seinem Renault aus - die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei um einen Fuel-Run handelte. Das ist das absichtliche Leer-Fahren des Tanks, um zu schauen, ob die Messinstrumente richtig funktionieren.

 

01. F.Massa (Williams) - 1:19:726 (168 Runden)

02. D.Ricciardo (Red Bull) - 1:19:900 (89 Rnd.)

03. S.Vettel (Ferrari) - 1:19:906 (168 Rnd.)

04. L.Hamilton (Mercedes) - 1:20:456 (49 Rnd.)

05. V.Bottas (Mercedes) - 1:20:924 (86 Rnd.)

06. E.Ocon (Force India) - 1:21:347 (142 Rnd.)

07. N.Hülkenberg (Renault) - 1:21:589 (58 Rnd.)

08. K.Magnussen (Haas) - 1:21:676 (81 Rnd.)

09. D.Kvyat (Toro Rosso) - 1:21:864 (83 Rnd.)

10. S.Vandoorne (McLaren) - 1:22:537 (80 Rnd.)

11. P.Wehrlein (Sauber) - 1:23:336 (47 Rnd.)

12. M.Ericsson (Sauber) - 1:23:630 (53 Rnd.)

13. J.Palmer (Renault) - 1:24:790 (15 Rnd.)

 

 

Tag 5/8 - Vormittag:

Die zweite Testwoche bedeutete für einen Fahrer gleichzeitig auch die Premiere in den 2017er-Autos: Pascal Wehrlein saß das erste mal hinterm Steuer des Sauber. Die erste Testwoche setzte Wehrlein noch aus Sicherheitsgründen aus - er hatte sich ja beim Unfall beim Race of Champions verletzt. Den Unfall haben wir hier nochmal für euch:

 

Für Wehrlein gab es aber ein spezielles Schonprogramm am Vormittag. Der Deutsche fuhr sehr kurze Stints und auch nicht mit Vollgas, um den lädierten Nacken zu schonen. Am Ende kam er auf 47 Runden. Die meisten Umläufe absolvierte Sebastian Vettel im Ferrari: 82 Runden standen am Ende auf dem Papier. Jolyon Palmer im Renault schaffte nur 15 Runden, bevor ein Motorschaden seinen Vormittag beendete. Am Nachmittag soll dann Teamkollege Hülkenberg das Auto übernehmen - falls man den Motor rechtzeitig getauscht bekommt. Das gleiche Problem betrifft auch McLaren: Dort versagte der nächste Honda-Motor seinen Dienst. Will man am Nachmittag wieder fahren, müsste man den siebten Motor einbauen - am erst fünften Testtag. Zum Vergleich: Bei Ferrari plant man alle 8 Testtage mit einem Motor zu fahren. Für einen Konzern wie Honda ist die bisherige Vorstellung, auch unter Anbetracht der Sache, dass man seit 2015 die technischen Probleme nicht gelöst bekommt, schlichtweg peinlich. Und es ist ja nicht mal so, dass der Honda-Motor wenigstens schnell wäre - in der ersten Testwoche hatte McLaren den geringsten Topspeed, da fehlt also Power auf der Geraden.

Mit Beginn der zweiten Testwoche konnte man auch neue Teile an den Fahrzeugen erwarten. Die meisten Veränderungen zeigte Mercedes, die einen komplett neuen Unterboden brachten. Überraschend war, dass Renault immer noch mit dem Heckflügel der Vorwoche fuhr. Der ist nämlich illegal. Die Stütze vom Heckflügel ist nämlich nicht mit dem Hauptelement des Flügels verbunden, sondern mit dem DRS-System das auf diesem Element sitzt.

Die Bestzeit am Vormittag erzielte Felipe Massa im Williams. Er und Ricciardo waren die einzigen Fahrer, die am Vormittag unter der 1:20er-Marke blieben. Die Zeit von Massa war nicht mal ein Zehntel langsamer als die Bestzeit aus Woche 1 von Valtteri Bottas im Mercedes. Massa fuhr seine Runde auf Supersoft, Bottas auf Ultrasoft (Ultra ist weicher als Super - wer die Namensgebung verwirrend findet, wendet sich bitte an Pirelli). Also kleiner Vorteil für Williams. Die Zeit von Massa ist eine Ansage - nun ist es an den Favoriten diese Ansage zu kontern. Längere Stints gab es am Vormittag nicht. Die Teams fuhren vor allem Aerotests, um die neuen Teile zu testen. Am Nachmittag könnten dann aber Rennsimulationen folgen. 

 

01. F.Massa (Williams) - 1:19:726 (67 Runden)

02. D.Ricciardo (Red Bull) - 1:19:900 (52 Rnd.)

03. L.Hamilton (Mercedes) - 1:20:456 (49 Rnd.)

04. S.Vettel (Ferrari) - 1:21:127 (82 Rnd.)

05. E.Ocon (Force India) - 1:21:347 (59 Rnd.)

06. K.Magnussen (Haas) - 1:21:676 (48 Rnd.)

07. D.Kvyat (Toro Rosso) - 1:21:965 (45 Rnd.)

08. S.Vandoorne (McLaren) - 1:22:698 (34 Rnd.)

09. P.Wehrlein (Sauber) - 1:23:336 (47 Rnd.)

10. J.Palmer (Renault) - 1:24:790 (15 Rnd.)

 

 

Tag 4/8 - Nachmittag:

In der Mittagspause wurde die Strecke wieder künstlich bewässert. Im Gegensatz zum Vormittag wurde nur bei Renault der Fahrer gewechselt. Am Nachmittag saß dort nämlich Jolyon Palmer am Steuer. Insgesamt verlief der Nachmittag noch unspektakulärer als der Vormittag. Die Technik hielt bei allen Teams mit zwei Ausnahmen: Red Bull kam etwas verspätet aus der Box in Folge von Elektronikproblemen. Toro Rosso musste den Ferrari-Motor wechseln, daher sah man Kvyat am Nachmittag nicht mehr auf der Strecke. Die schnellste Zeit kam von Kimi Räikkönen, der auf abgetrockneter Strecke seine Zeit vom Vormittag noch um 1,5 Sekunden verbessern konnte. Für den letzten Testtag der ersten Woche kann man aber ein klares Fazit ziehen: Die Idee, die Regenreifen zu testen war ein Schuss in den Ofen. Mit guter Absicht gemacht, hat aber nicht funktioniert, weil die Teams kaum gefahren sind. Ein Testtag, den wir in der Form eigentlich kommentarlos abhaken können.

Bleibt uns noch, mal auf die gesamte Testwoche zurückzublicken. Die ganz schnellen Zeiten haben wir nicht gesehen, ganz vorne waren aber Mercedes und Ferrari. Mercedes war auch das Team, das mit Abstand die meisten Runden in dieser Woche drehte, und sogar schon zwei Rennsimulationen fuhr. Sonst hat das nur Magnussen im Haas geschafft. Es spricht also wieder viel für Mercedes. Ferrari scheint in Lauerstellung, die Frage ist nur, ob die Italiener nicht schon wieder bluffen, und ihr Pulver früh verschiessen, um die kritischen Medien ruhig zu stellen. Unerwartet unauffällig war Red Bull. Auch hier kann man einen Bluff erwarten, es wäre doch überraschend, wenn Red Bull in der zweiten Woche keinen mehr raushaut. Im Gegensatz zu Red Bull ist aber vor Allem McLaren aufgefallen - leider negativ. Der Honda-Motor scheint eine Menge Probleme zu machen: Er ist nicht standfest, und scheinbar nicht mal schnell. Könnte das wieder ein bitteres Jahr für McLaren werden? Um ihre Fans zu beruhigen, sollten sie in der nächsten Woche eine klare Steigerung zeigen! Von den bisherigen Mittelfeld-Teams sind Toro Rosso und Haas positiv aufgefallen. Toro Rosso, die beim Auto eine ähnliche Philosophie verfolgen wie Mercedes. Und das selbe wie der Weltmeister zu machen, ist sicher nicht die schlechteste Idee. Zum Ende noch ein Wort zu Lance Stroll - wir haben ihn eigentlich schon genug kritisiert, aber Fakt ist nunmal, dass diese erste Woche ein Reinfall war für den jungen Kanadier. Für ein Fahrer, der den Stempel des Paydrivers loswerden will, ist diese Fehlerquote noch zu hoch. Auf der anderen Seite: Der Junge ist auch erst 18, und bei den Tests geht es noch nicht um Punkte. Bis Melbourne sind es ja noch drei Wochen.

Hier gibts wieder News am Dienstag, wenn die Zweite Testwoche startet. Da erwarten wir dann erste wirklich ernste Zeiten und Rennsimulationen, die uns dann doch eine grobe Prognose über die Hackordnung erlauben.

 

01. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:20:872 (93 Runden)

02. M.Verstappen (Red Bull) - 1:21:769 (85 Rnd.)

03. J.Palmer (Renault) - 1:21:778 (39 Rnd.)

04. R.Grosjean (Haas) - 1:22:309 (118 Rnd.)

05. A.Giovinazzi (Sauber) - 1:22:401 (84 Rnd.)

06. S.Perez (Force India) - 1:22:534 (82 Rnd.)

07. S.Vandoorne (McLaren) - 1:22:576 (67 Rnd.)

08. V.Bottas (Mercedes) - 1:23:443 (68 Rnd.)

09. N.Hülkenberg (Renault) - 1:24:974 (51 Rnd.)

10. Kvyat (Toro Rosso) - -:--:--- (1 Rnd.)

 

 

Tag 4/8 - Vormittag:

Die Teams erwartete am letzten Testtag der ersten Woche eine feucht-fröhliche Überraschung: Die Strecke wurde künstlich bewässert, um die neuen Regenreifen von Pirelli zu testen. Fröhlich war die ganze Sache aber eher weniger: 1. Drehten die Teams kaum Runden im Nassen, 2. Trocknete die Piste unter der spanischen Sonne sehr schnell ab. Für ein Team machte das Ganze aber auch keinen Unterschied mehr: Williams gingen nach dem Unfall von Stroll am Mittwoch die Teile aus, für das britische Team ist die Testwoche somit frühzeitig beendet. Ärgerlich für Felipe Massa, der für den heutigen Tag eingeplant war. Bei Mercedes sollte Lewis Hamilton fahren. Beim Weltmeisterteam zeigten sich aber auch erstmals technische Schwierigkeiten. Der Brite war durch einen Elektronik-Defekt lange Zeit an die Box gefesselt, und verzichtete schließlich überhaupt zu fahren. So konnte sein Teamkollege Valtteri Bottas kurz vor der Mittagspause noch einige Runden drehen. Probleme gab es auch bei Toro Rosso (Verbrennungsmotor) und bei Force India, die immer noch mit ihrem Auspuffproblem zu kämpfen haben. Neue Teile sollen aber pünktlich zur nächsten Testwoche eintreffen. Für McLaren und Stoffel Vandoorne verlief der Vormittag erstmals ohne größeren Probleme. Die meisten Runden drehte Nico Hülkenberg im Renault: Am Ende standen 51 Runden für den Deutschen zu Buche. Ein Zeichen dafür, wie wenig im Nassen gefahren wurde.

Insgesamt verlief der Vormittag relativ ruhig. Es gab trotz nasser Piste keine Abflüge oder Unterbrechungen. Die Zeiten waren kaum zu gebrauchen. Auf abtrocknender Strecke wurden die Zeiten konstant schneller, am Ende kam die schnellste Runde von Kimi Räikkönen mit einer 1:22,3. Im Vergleich zu gestern aber nichts, was aufhorchen liess.

 

01. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:22:305 (45 Runden)

02. R.Grosjean (Haas) - 1:22:739 (49 Rnd.)

03. S.Vandoorne (McLaren) - 1:23:918 (43 Rnd.)

04. M.Verstappen (Red Bull) - 1:23:920 (43 Rnd.)

05. S.Perez (Force India) - 1:24:893 (25 Rnd.)

06. N.Hülkenberg (Renault) - 1:24:974 (51 Rnd.)

07. A.Giovinazzi (Sauber) - 1:25:037 (37 Rnd.)

08. V.Bottas (Mercedes) - 1:36:512 (9 Rnd.)

09. D.Kvyat (Toro Rosso) - -:--:--- (1 Rnd.)

 

 

Tag 3/8 - Nachmittag:

Nach dem heutigen Nachmittag stellt sich eine Frage: Ist Lance Stroll in einem Formel 1-Boliden überfordert? Schon kurz vor der Mittagspause legte er einen Dreher hin und am Nachmittag... ihr seht es ja oben am Bild. Der Unfall resultierte aus einem klassischen Flüchtigkeitsfehler. Ausgangs von Kurve 5 stieg der junge Kanadier zu stark aufs Gas. Resultat waren durchdrehende Räder und das Ende seines Testtags in den Reifenstapeln. Damit ist das schon das dritte mal in zwei Tagen, dass Stroll sich abseits der Strecke wiedergefunden hat. Zu Lance Stroll kann man eh geteilter Meinung sein. Für uns galt er lange als klarer Paydriver (sein Vater ist Anteilseigner bei Williams), dann hat er im vergangenen Jahr aber überlegen die Formel 3-Meisterschaft gewonnen. Kleiner Zusatz noch zum Thema Abflüge: Von Palmers Abflug am Vormittag gibt es inzwischen ein Onboard-Video. Und bei ihm war die Ursache für den Dreher genau wie bei Strolls Crash durchdrehende Reifen. Sonstige Vorkommnisse: Ein Dreher von Sainz im Toro Rosso, und die ersten Probleme bei Ferrari: Sebastian Vettel ist kurz vor Schluss auf der Zielgeraden liegen geblieben. Es kann aber auch durchaus sein, dass sich dahinter keine technischen Probleme verstecken, sondern ein absichtliches Leerfahren des Tanks. Die Teams machen dies bei den Testfahrten, um zu testen, ob die Anzeigen bezüglich Benzinverbrauch korrekt funktionieren.

Es gibt mal wieder neue interessante Teile an den Boliden: Ferrari testete einen gewölbten Heckflügel - eine ähnliche Form verwendete Mercedes im letzten Jahr auf einigen langsameren Kursen, um mehr Anpressdruck zu erzeugen. Toro Rosso hatte einen neuen Unterboden ans Auto geschraubt. Der hatte eine Form, die sonst kein Fahrzeug aufweist: Auf Höhe der Seitenkästen ist ein langer Schlitz zu sehen.

Blicken wir zum Ende auf die Runden und die Zeiten. Vettel blieb in der 140. Runde liegen. Aber wieder hatte Mercedes die meisten Kilometer abgespult. Zusammen kommen Bottas und Hamilton auf 170 Umläufe. Sogar McLaren kommt so langsam in Schwung. Insgesamt stehen 72 Runden am heutigen Tag zu Buche. Aber für McLaren-Fans haben wir da schlechte Neuigkeiten: Man fährt mit gedrosselter Leistung. Das riecht alles wieder nach einem problemgefüllten Jahr für McLaren.

Bottas' Zeit vom Vormittag blieb bestehen, jedoch war Ferrari nahe dran mit einer 1:19:952 - und das auf härteren Reifen. Hamilton war weit von der Zeit seines Teamkollegen entfernt - das lag aber daran, dass Hamilton eine Rennsimulation am Nachmittag fuhr. Mit sehr konstanten Zeiten. 23 Runden auf den weichen Reifen und dabei durchgehend 1:23er Zeiten. Das ist schon ein erstes, klares Signal für die Konkurrenz.

 

01. V.Bottas (Mercedes) - 1:19:705 (75 Runden)

02. S.Vettel (Ferrari) - 1:19:952 (139 Rnd.)

03. D.Ricciardo (Red Bull) - 1:21:153 (70 Rnd.)

04. J.Palmer (Renault) - 1:21:396 (51 Rnd.)

05. N.Hülkenberg (Renault) - 1:21:791 (42 Rnd.)

06. M.Ericsson (Sauber) - 1:21:824 (126 Rnd.)

07. L.Hamilton (Mercedes) - 1:22:090 (95 Rnd.)

08. R.Grosjean (Haas) - 1:22:118 (56 Rnd.)

09. L.Stroll (Williams) - 1:22:351 (98 Rnd.)

10. F.Alonso (McLaren) - 1:22:598 (72 Rnd.)

11. C.Sainz (Toro Rosso) - 1:23:540 (32 Rnd.)

12. A.Celis jr. (Force India) - 1:23:568 (71 Rnd.)

13. D.Kvyat (Toro Rosso) - 1:23:952 (31 Rnd.)

 

 

Tag 3/8 - Vormittag:

Die erste Testwoche ist schon zur Hälfte um, und einige Teams haben bereits gehörig aufholbedarf. So auch Renault, bei denen heute Jolyon Palmer am Steuer saß. Der verabschiedete sich aber schon in der zweiten Runde ins Kiesbett und verlor einige Zeit. Da der Renault bei dem Ausrutscher aber unversehrt blieb, schaffte der Brite noch knapp 50 Runden am Vormittag zu drehen. Bei Force India saß heute Alfonso Celis jr. im Auto. Wer mit dem Namen nichts anfangen kann, Celis ist ein klassischer Paydriver, der sich die Testzeit erkauft. Ein kommender Weltmeister ist der Mexikaner nicht. Heute morgen lieferte er aber einen soliden Job, wurde jedoch von den Auspuffproblemen aufgehalten, die schon an den Vortagen aufgetreten sind. Am Vormittag saß im Mercedes Bottas, am Nachmittag wechselt man wieder auf Hamilton. So wird das heute auch bei Williams, Toro Rosso und Renault. An der Strecke war heute auch Vorjahresweltmeister Nico Rosberg - aber nicht als Fahrer, sondern nur als Fan. Der Formel 1-Frührentner war am Vortag bei einem Sponsoren-Termin in Barcelona und schaute am heutigen Mittwoch an der Strecke vorbei.

Rosbergs Ex-Team war auch heute wieder Rundenmeister. Bottas drehte am Vormittag insgesamt 75 Runden. Dicht auf den Fersen landete Vettel im Ferrari mit 69 Runden. Die beiden Teams machen in Sachen Zuverlässigkeit bisher den stärksten Eindruck. Auf der anderen Seite des Feldes stehen Haas und McLaren mit jeweils weniger als 30 Runden. McLaren hat nach 2 1/2 Tagen immer noch keine 100 Runden gesammelt. Allein am gestrigen Nachmittag hat Bottas mehr Runden gedreht als McLaren bei den gesamten Testfahrten. Ein Blick auf das Zeitentableau des Vormittags zeigt: So langsam wird es interessant. Bottas knackte als erster Fahrer dieses Jahr die 1:20er Marke. Reifenausrüster Pirelli erwartet aber, dass da noch über eine Sekunde gefunden werden kann. Bottas' 1:19,7 ist etwa 2 Sekunden schneller als der bisherige Rundenrekord - aber da die Testzeiten nicht offiziell in die Wertung eingehen, gilt Bottas Zeit nicht für die Statistiken.

 

01. V.Bottas (Mercedes) - 1:19:705 (75 Runden)

02. D.Ricciardo (Red Bull) - 1:21:1253 (48 Rnd.)

03. J.Palmer (Renault) - 1:21:396 (51 Rnd.)

04. S.Vettel (Ferrari) - 1:21:609 (69 Rnd.)

05. M.Ericsson (Sauber) - 1:21:824 (54 Rnd.)

06. L.Stroll (Williams) - 1:22:351 (55 Rnd.)

07. A.Celis jr. (Force India) - 1:23:761 (39 Rnd.)

08. F.Alonso (McLaren) - 1:23:832 (28 Rnd.)

09. D.Kvyat (Toro Rosso) - 1:23:952 (31 Rnd.)

10. R.Grosjean (Haas) - 1:25:133 (27 Rnd.)

 

 

Tag 2/8 - Nachmittag:

Deutlich ruhiger als der Vormittag verlief die Nachmittagssession des zweiten Testtages. Es gab keinerlei Unterbrechungen und auch deutlich weniger technische Pannen. Toro Rosso startete mit 2 Stunden Verzögerung in den Nachmittag - dort wurde aber nicht offengelegt, was der Grund dafür war. Williams fehlte wie angekündigt nach der Unterbodenbeschädigung durch den Dreher von Lance Stroll. Auch McLaren steckt weiterhin im Problem-Sumpf. Gerade mal 11 Runden drehte Vandoorne am Nachmittag. Es heißt, dass bereits der dritte Motor eingebaut werden musste (und das am zweiten Tag). Wir müssen schauen, wie sich das bei McLaren weiterentwickelt - aber bisher sieht das gar nicht gut aus. Auf der anderen Seite steht dagegen Mercedes: Valterri Bottas fuhr allein am Nachmittag über 100 Runden und absolvierte dabei sogar schon eine komplette Rennsimulation.

Neue Teile haben wir am Nachmittag nicht an den Autos entdecken können. Blicken wir also nochmal auf die Zeiten. Kimi Räikkönen fuhr Bestzeit minimal vor Lewis Hamiltons Vormittagszeit. Während Hamilton bereits auf Ultrasoft fuhr, war Räikkönen auf den etwas härteren (auf eine Runde langsameren) Supersofts unterwegs. Aber wie bereits erwähnt, so lange die Zeiten über 1:20 sind, brauchen die uns nicht allzu sehr zu interessieren.

Ein Satz noch zu den 2017er Pirelli-Reifen: Bisher sieht es so aus, als wären die deutlich standfester als im vergangenen Jahr. Pirelli selbst prognostiziert viele 1-Stopp-Rennen. Das spricht leider für deutlich berechenbarere Rennen im Jahr 2017. Aber warten wir erstmal die weiteren Testtage ab.

 

01. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:20:960 (108 Rnd.)

02. L.Hamilton (Mercedes) - 1:20:983 (66 Rnd.)

03. M.Verstappen (Red Bull) - 1:22:200 (89 Rnd.)

04. K.Magnussen (Haas) - 1:22:204 (118 Rnd.)

05. E.Ocon (Force India) - 1:22:509 (86 Rnd.)

06. D.Kvyat (Toro Rosso) - 1:22:956 (68 Rnd.)

07. V.Bottas (Mercedes) - 1:22:986 (102 Rnd.)

08. J.Palmer (Renault) - 1:24:139 (53 Rnd.)

09. A.Giovinazzi (Sauber) - 1:24:617 (67 Rnd.)

10. S.Vandoorne (McLaren) - 1:25:600 (40 Rnd.)

11. L.Stroll (Williams) - 1:26:040 (12 Rnd.)

 

 

Tag 2/8 - Vormittag:

Bis auf das Mercedes-Team haben alle anderen ihre Fahrer getauscht. Mercedes tauscht die Fahrer ja immer mittags. Trotzdem nicht dabei war heute Pascal Wehrlein vom Sauber-Team. Die Verletzungen von seinem Crash beim Race of Champions sind nicht so schwer, dass er nicht testen könnte, allerdings ist das Verletzungsrisiko zu hoch. Auch die nächste Testwoche und der Saisonauftakt in Australien sind in Gefahr. Irgendwie schon bitter, wenn man in so große Probleme gerät, und das nur wegen eines kleinen Fahrfehlers bei einem Spaßevent. Aber nicht nur für Wehrlein läuft es schlecht, auch sein Team kam heute nicht in die Gänge. Man musste einen komplett neuen Motor einbauen, und damit war der Vormittag von Wehrlein-Ersatz Giovanazzi nach nur 5 Runden beendet. Sauber war nicht das einzige Team mit Problemen am Vormittag. Renault kam nur auf eine Runde - Problem hier war eine defekte Bremsverkleidung vom Vortag. Die war wohl so schwer beschädigt, dass man eine neue brauchte. Und die musste über Nacht in der Fabrik erst angefertigt werden und kam erst am Vormittag per Flieger in Spanien an. Auf der Rundentabelle sehen auch Force India und McLaren nicht gut aus - die beiden sind aufgrund der Probleme von gestern erst später zum Fahren gekommen. Rookie Lance Stroll im Williams rutschte am Vormittag in der schnellen Kurve 9 von der Bahn. Dabei beschädigte er den Unterboden seines Fahrzeuges und kam nur auf 12 Runden - Problem: Der Unterboden ist heute nicht mehr zu reparieren, damit ist der Tag für Stroll bereits beendet. Die Hälfte des Feldes kam am heutigen Dienstag also nicht in Schwung und steht vor einer Menge Arbeit am Nachmittag.

Schlechte Nachrichten von der Technikseite: Die Dattelpalme vom Mercedes wächst! Der hässliche Flügel hat an der oberen Seite jetzt zwei Elemente. Ebenfalls gibt es interessante Neuigkeiten zum Red Bull: Der sah bei der Präsentation überraschend schlicht aus, viele erwarteten da noch große Änderungen vor Melbourne. Aber: Designer Adrian Newey sagte gestern in einem Interview, dass sich nicht mehr viel am Red Bull verändern würde. Man nimmt dort den Ansatz, dass man die neuen Regeln erstmal aufgrund eines einfachen Grundmodells verstehen will, anstatt dass man ein Jahr lang mit komplizierten Teilen rätselt, wie diese genau funktionieren. Ein interessanter Ansatz, es wird sich zeigen, ob es auch ein erfolgreicher ist.

Zum Abschluss nochmal ein Blick auf die Zeiten: Lewis Hamilton im Mercedes landete ganz vorne mit fast 2 Sekunden Vorsprung auf den nächsten Verfolger. ABER: Keine Sorge, die Zeit wurde auf Ultrasoft gefahren, und ist auch noch weit von dem entfernt, was man an Zeiten erwarten kann. Alle anderen Zeiten kann man vorerst vernachlässigen. Interessant ist da noch ein Blick auf die Rundenzahlen - da ist wieder Mercedes vorn. Das Auto läuft bisher wie ein Uhrwerk. Und je mehr man fährt, desto mehr Erkenntnisse kann man sammeln. Das könnte sich also zu einem Vorteil für Mercedes entwickeln.

 

01. L.Hamilton (Mercedes) - 1:20:983 (66 Runden)

02. K.Räikkönen (Ferrari) - 1:22:831 (47 Rnd.)

03. E.Ocon (Force India) - 1:23:045 (27 Rnd.)

04. K.Magnussen (Haas) - 1:23:200 (36 Rnd.)

05. M.Verstappen (Red Bull) - 1:23:212 (31 Rnd.)

06. D.Kvyat (Toro Rosso) - 1:25:012 (44 Rnd.)

07. L.Stroll (Williams) - 1:26:040 (12 Rnd.)

08. S.Vandoorne (McLaren) - 1:26:201 (29 Rnd.)

09. A.Giovinazzi (Sauber) - 1:33:741 (5 Rnd.)

10. J.Palmer (Renault) - -:--:--- (1 Rnd.)

 

 

Tag 1/8 - Nachmittag:

Mit dem Beginn des Nachmittags waren auch Fernando Alonso im McLaren und der Red Bull von Daniel Ricciardo wieder auf der Strecke. Nicht mehr zu sehen war dagegen Valtteri Bottas im Mercedes. Mercedes ist nämlich das einzige Team, das die Fahrer zwischen Vor- und Nachmittagssession tauscht. Lewis Hamilton konnte auch gleich die schnellste Runde drehen und toppte die Zeit von Vettel vom vormittag um knapp eine Sekunde. Technische Probleme hatten Perez im Force India und erneut Alonso im McLaren. Während den Force India ein gebrochener Auspuff stoppte, war bei McLaren immer noch die Ölversorgung ein Problem. Es wird gemunkelt, dass diese Probleme schon beim Showrun am gestrigen Tag aufgetreten sind. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es da ein grundlegendes Konstruktionsproblem gibt - sollte dies der Fall sein, steht McLaren vor einer Menge Arbeit. Der Rest der Testwoche würde für das Team aus Woking dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ins Wasser fallen.

Bei der Technik sorgte mal wieder Mercedes für das meiste Aufsehen. Am Vormittag twitterte man noch, dass eine Finne, wie sie jedes andere Team verwendet, frühestens am Mittwoch montiert werden sollte. Dann sah man die Konstruktion aber schon am heutigen Nachmittag auf dem Auto. Und die Mercedes-Variante hatte noch eine weitere Auffälligkeit. Auf der oberen Seite der Finne war ein recht breiter Lüftungsschlitz zu erkennen. Wahrscheinlich ist dies aber nur eine vorübergehende Version; da wird von Mercedes noch mehr Detailarbeit erwartet.

Kommen wir zum Abschluss nochmal zu den Zeiten: Hamilton setzte sich wie gesagt an die Spitze. Knapp dahinter landeten Vettel im Ferrari und Massa im Williams. Klares Schlusslicht ist der Sauber mit mehr als 5 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Aber wir können die Fans beruhigen: Die heutigen Zeiten sind noch nicht aussagekräftig. Wir erwarten, dass der Streckenrekord von Kimi Räikkönen aus dem Jahr 2008 (1:21,6) um mehrere Sekunden unterboten wird. Erst wenn die Zeiten unter die 1:20er Marke fallen, wird es da richtig interessant.

 

01. L.Hamilton (Mercedes) - 1:21:765 (73 Runden)

02. S.Vettel (Ferrari) - 1:21:878 (128 Rnd.)

03. F.Massa (Williams) - 1:22:076 (103 Rnd.)

04. K.Magnussen (Haas) - 1:22:894 (51 Rnd.)

05. D.Ricciardo (Red Bull) - 1:22:926 (50 Rnd.)

06. V.Bottas (Mercedes) - 1:23:169 (79 Rnd.)

07. S.Perez (Force Inda) - 1:23:709 (39 Rnd.)

08. C.Sainz (Toro Rosso) - 1:24:494 (51 Rnd.)

09. N.Hülkenberg (Renault) - 1:24:784 (57 Rnd.)

10. F.Alonso (McLaren) - 1:24:852 (29 Rnd.)

11. M.Ericsson (Sauber) - 1:26:841 (72 Rnd.)

 

 

Tag 1/8 - Vormittag:

Pünktlich um 9 Uhr schaltete die Boxenampel auf Grün und 8 Tage Tests gingen los. McLaren und Red Bull sind bis zum Mittag die Sorgenkinder. Fernando Alonso schaffte im McLaren nur eine Runde, bevor ihn ein Ölleck im Bereich des Getriebes bis zur Mittagspause an die Box zwang. Der Red Bull blieb nach 4 Runden auf der Strecke liegen - vom Team wurde ein Sensorproblem als Grund genannt. Für ein Sensorproblem stand der Wagen dann aber doch verdächtig lange in der Box. Auch für Haas lief der Vormittag durchwachsen. Kevin Magnussen rutschte zwei mal neben die Strecke, in einem Fall zerstörte er sich dabei den Frontflügel. Und da kommt das bei den Test übliche Problem des Teilemangels auf, den Haas hat nur einen einzigen Reserve-Flügel dabei. Und der sollte jetzt besser halten. Den stärksten Eindruck machten Ferrari und Mercedes. Die beiden fuhren mit 60 bzw. 80 Runden mehr als doppelt so viele wie die Konkurrenz der anderen Teams und standen auch auf dem Zeitentableau ganz oben. Vettel im Ferrari war mit seiner 1:22,7 nicht mal eine Sekunde hinter der Vorjahresbestzeit zurück, aber die Zeit sagt noch nichts aus. Aufgrund der Regeländerungen wird nämlich erwartet, dass die Fahrzeuge mindestens 5 Sekunden pro Runde zulegen müssten. Die Vettel-Bestzeit ist also noch weit vom Maß der Dinge entfernt.

Auf technischer Seite fiel am Vormittag auf, dass mehrere Teams mit einem T-Flügel fuhren. Bei den Präsentationen hatte nur Ferrari einen solchen montiert. Heute morgen sahen wir ähnliche Konstruktionen am Williams, am Haas und am Mercedes. Wie wir finden, ist die Mercedes-Dattelpalme das hässlichste Konstrukt.

 

Zum Abschluss nochmal die Rundentabelle in der Übersicht:

01. S.Vettel (Ferrari) - 1:22:791 (62 Runden)

02. V.Bottas (Mercedes) - 1:23:169 (79 Rnd.)

03. S.Perez (Force India) - 1:23:709 (39 Rnd.)

04. F.Massa (Williams) - 1:25:552 (39 Rnd.)

05. C.Sainz (Toro Rosso) - 1:25:562 (18 Rnd.)

06. N.Hülkenberg (Renault) - 1:26:319 (22 Rnd.)

07. K.Magnussen (Haas) - 1:26:404 (15 Rnd.)

08. M.Ericsson (Sauber) - 1:26:865 (32 Rnd.)

09. D.Ricciardo (Red Bull) - 1:28:712 (4 Rnd.)

10. F.Alonso (McLaren) - --:--:--- (1 Rnd.)


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