F1: Drivers Ranking China

Neu in 2017: Das QMotors-Driver Ranking. Wir vergeben selbst die Punkte für die Fahrer. Welcher Fahrer überzeugte am meisten, unabhängig vom Auto oder tatsächlichen Ergebnis?

Das Wochenende in Shanghai war geprägt vom schlechten Wetter. Der Trainingsfreitag fiel aus, das Rennen selbst startete auf feuchter Piste. Mercedes konnte mit Lewis Hamilton im Duell gegen Ferrari zurückschlagen. Auch Red Bull schaffte den Sprung aufs Podium - im nassen war man sehr schnell, im trockenen scheint man aber immer noch ein Stück hinter den Mercedes und Ferrari zu liegen. Wie so oft gleichen sich das Rennergebnis und die tatsächliche Fahrerleistung aber nicht. Hier unser Driver Ranking zum Grand Prix von China:

01. Lewis Hamilton - In Australien verlor der Brite den Sieg durch einen Taktikfehler vom Team. Jetzt konnte er zurückschlagen - und wie: Der dritte Grand-Slam-Sieg seiner Karriere, also Pole Position, schnellste Rennrunde, Rennsieg und Führung vom Start bis ins Ziel. Hamilton kontrollierte das gesamte Rennen und hätte im Zweifel wohl auch noch schneller gekonnt. Ein fehlerfreies Wochenende kann ja nur auf Platz 1 im Driver Ranking enden.

02. Carlos Sainz - Die Überraschung in China! Im Quali zog Sainz gegen Kvyat noch den kürzeren, im Rennen war er als einziger so mutig auf Trockenreifen zu starten. Das wurde belohnt: Mit Platz 7 war Sainz "Best of the rest" hinter den großen 3 Teams. Abzüge gibt es lediglich für die Quali-Niederlage und einen Dreher zu Rennbeginn. Trotzdem fuhr er das bestmöglichste Ergebnis heraus.

03. Max Verstappen - Verstappen startete unverschuldet von ganz hinten, weil die Technik ihn am Samstag im Stich gelassen hatte. Unter schwierigen Bedingungen zeigte er dann, warum er als kommender Weltmeister gehandelt wird: 9 Plätze machte er in Runde 1 gut, nach knapp 10 Runden lag er schon an Rang 2. Bis dato war er klar der Mann des Rennens. Als Vettel von hinten Druck machte, verbremste sich Verstappen und schenkte P2 ab. Gegen Rennende fiel er mit seinen heulerischen Funksprüchen negativ auf. Seiner Meinung blockierte ihn ein zu überrundender Haas - diese Meinung hatte Verstappen aber recht exklusiv.

04. Sebastian Vettel - Im Quali zog Vettel gegen Hamilton knapp den kürzeren. Im Rennen konnte er sich nach Taktikpech auf die zweite Position zurückkämpfen. Dabei zeigte er sehenswerte Manöver gegen Teamkollege Räikkönen und Daniel Ricciardo. Besonders das Duell gegen Ricciardo war sehenswert: Vettel zog außen herum mit kleiner Berührung vorbei. Ein Überholmanöver der Kategorie weltmeisterlich.

05. Fernando Alonso - Wie schon in Australien holte Alonso aus dem McLaren raus, was eigentlich gar nicht drin steckt. Im Quali distanzierte er Teamkollege Vandoorne, im Rennen lag Alonso lange in den Punkten. Und das trotz des leistungsschwachen Honda-Motors und der mehr als ein Kilometer langen Geraden in Shanghai. Kurz vor Schluss war es dann aber wieder mal der Honda-Motor, der ein gutes Ergebnis für Alonso verhinderte.

06. Daniel Ricciardo - Rehabilitierung für Australien gelang Daniel Ricciardo. Er zeigte eine unspektakuläre aber sehr solide Leistung. Im Quali mit P5 das geholt, was man erwarten konnte. Im Rennen nur denkbar knapp hinter Verstappen.

07. Kevin Magnussen - Ein weiterer Fahrer der nach dem ersten Rennen Nachholbedarf hatte, war Kevin Magnussen. In China konnte er das Blatt im teaminternen Duell wenden. Grosjean sah das gesamte Wochenende kein Land gegen Magnussen. Im Rennen bestätigte Magnussen die starke Form vom Team Haas und brachte mit Platz 8 einige Punkte nach Hause.

08. Sergio Perez - Wie in Australien war Force India auch in China recht unauffällig unterwegs. Am Ende stehen für das Team aber wieder Punkte für beide Fahrer zu Buche. Platz 8 in unserem Driver Ranking für den an diesem Wochenende stärkeren der beiden Force India-Fahrer.

09. Esteban Ocon - Während Ocon im Quali ziemlich alt aus sah, konnte er diesen Eindruck im Rennen korrigieren. Wie schon in Australien sicherte sich Ocon einen Punkt. Für die konstante Form des Rookies gibt es bei uns sogar einen Punkt mehr für Ocon.

10. Kimi Räikkönen - Huch, was macht denn ein Fahrer hier, der das gesamte Wochenende im Schatten seines Teamkollegen stand? Punkte einsammeln mangels Alternativen. Andere Kandidaten für diesen Platz wären Kvyat oder Hülkenberg. Kvyat schlug im Quali seinen Teamkollegen, schied im Rennen aber recht früh aus. Hülkenberg zeigte ein hervorragendes Quali, einen Tag danach aber ein desaströses Rennen mit zwei Strafen und zwei Drehern. Kimi Räikkönen dagegen fuhr zwar nicht stark, holte aber mit Platz 5 noch solide Punkte. Tatsächlich wäre sogar etwas mehr drin gewesen, jedoch setzte man bei Ferrari auf die falsche Strategie und holte Räikkönen zu spät zum Stopp rein. Trotz unserem Gnadenpunkt muss Räikkönen in den nächsten Rennen eine Schippe drauf legen, will er nicht früh zur endgültigen Nummer 2 im Team werden.

 

Gesamtwertung:

01. Hamilton 40 Pkt.

02. Vettel 30 Pkt.

03. Grosjean 25 Pkt.

04. Verstappen 21 Pkt.

05. Sainz 20 Pkt.

06. Alonso 18 Pkt.

07. Massa 12 Pkt.

08. Bottas 10 Pkt.

09. Ricciardo 8 Pkt.

10. Perez 8 Pkt.

11. Magnussen 6 Pkt.

12. Ocon 3 Pkt.

13. Räikkönen 1 Pkt.


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