Drivers Ranking: Italien

Das QMotors-Driver Ranking. Wir vergeben selbst die Punkte für die Fahrer. Welcher Fahrer überzeugte am meisten, unabhängig vom Auto oder tatsächlichen Ergebnis?

Back-to-back ging es direkt von Spa weiter nach Monza. Nach Ferraris starker Leistung beim Belgien GP erwartete man sie im königlichen Park auf einem ähnlichen Niveau wie Mercedes. Doch Ferrari hinkte deutlich hinterher und das nicht nur wegen des verregneten Qualifyings. Überraschend stark zeigte sich dagegen Red Bull. Ohne die Grid-Strafen wäre man wohl mit beiden Fahrern vor den Ferraris gelandet. Hinter den Top3-Teams ging es eng zu, wobei einige Fahrer richtig auftrumpfen konnten. Unser Driver Ranking:

01. Daniel Ricciardo - Der Australier setzte den voll auf trockene Bedingungen abgestimmten Red Bull im Regen-Quali auf Platz 3. Unter diesen Bedingungen eine verdammt starke Leistung, wenn auch einen Hauch langsamer als Teamkollege Verstappen. Dank neu eingesetzten Motorteilen startete Ricciardo aber von weit hinten. Im Rennen wühlte sich Ricciardo eindrucksvoll durchs Feld - besonders das Überholmanöver gegen Kimi Räikkönen war herausragend. Übrigens ein Manöver, das er so schon zwei mal gezeigt hat - ebenfalls gegen Räikkönen im Jahr 2014 und im letzten Jahr gegen Valtteri Bottas. Um auch noch Vettel anzugreifen gingen Ricciardo aber die Runden aus. Es wäre interessant zu sehen gewesen, ob Ricciardo von Startplatz 3 sogar den beiden Mercedes hätte gefährlich werden können.

02. Lance Stroll - Schwierigste Bedingungen in der Qualifikation und der als Paydriver bezeichnete Stroll stellt den Williams in die erste Startreihe. Im Nachhinein wurde diese Leistung etwas relativiert, da Stroll mit einer Regenabstimmung fuhr. Dennoch: In seiner Debütsaison so viele deutlich erfahrenere Fahrer hinter sich zu lassen ist beeindruckend. Genauso beeindruckend war seine Leistung im Rennen. Aufgrund der Regenabstimmung hätte man eigentlich erwartet, dass Stroll schnell nach hinten durchgereicht wird. Stroll aber blieb cool, wenn es von Nöten war und holte mit Platz 7 gute Punkte. Insgesamt zeigt Strolls Formkurve in den letzten Rennen nach oben, so dass man sich langsam überlegen muss, ob die Bezeichnung "Paydriver" noch zutreffend ist.

03. Esteban Ocon - Ähnlich wie Stroll glänzte auch Ocon im Qualifying. Von Startplatz 3 holte er das Maximum im Rennen heraus. Vor ihm landeten nur die Mercedes, die Ferrari und Ricciardo im Red Bull. Teamkollege Perez hatte Ocon an diesem Wochenende ohne Zweifel im Griff.

04. Lewis Hamilton - Der Brite fuhr ein perfektes Wochenende und bekommt trotzdem nur Platz 4? Eine enge Entscheidung, aber die vorherigen Drei wuchsen am Wochenende noch mehr über sich hinaus als Hamilton, der bekanntermaßen stark fuhr. In der Qualifikation holte er sich ganz souverän die Pole - und hat damit den alleinigen Rekord für die meisten Pole-Positions inne. Sowohl in Q1 als auch in Q2 ließ Hamilton keine Sekunde Zweifel aufkommen, dass er an diesem Tag nicht zu schlagen ist. Im Rennen fuhr Hamilton dann nur so schnell wie nötig. Bottas wirkte an einigen Stellen schneller, jedoch durfte er den in der WM besser platzierten Hamilton nicht angreifen. So fuhr Hamilton im Schongang einen einfachen Sieg nach Hause und kann damit zum ersten mal in dieser Saison die WM-Führung übernehmen.

05. Max Verstappen - Verstappen ist ohne Zweifel der Pechvogel der Saison. Platz 2 im Quali brachte ihm aufgrund der Grid-Strafe nicht viel. Mit einem phänomenalen Start fuhr er sich schon in der ersten Runde in die Punkteränge. Dann kam es zur Kollision mit Felipe Massa und anschließendem Reifenschaden. Schwer zu sagen, ob die Schuld bei Massa lag oder ob es ein normaler Rennunfall war. Verstappen jedenfalls konnte nichts dagegen tun. Von ganz hinten schaffte er es kurz vor Schluss noch auf Platz 10 vorzufahren, was ihm zumindest einen Ehrenpunkt erbrachte. Bei uns bekommt er für die starke Leistung 10 Ehrenpunkte.

06. Valtteri Bottas - Bottas stand zwar im Schatten von Hamilton, erfüllte aber seine Pflicht. Ohne Gefahr von hinten sicherte er den Mercedes-Doppelsieg. Wie oben geschrieben, schien er zeitweise sogar etwas schneller als Hamilton zu sein. Bottas Leistung ist besonders im Hinblick auf die Konstrukteursmeisterschaft wichtig, da es ihm im Gegensatz zu Kimi Räikkönen bei Ferrari gelingt, die nötigen Punkte fürs Team einzufahren.

07. Stoffel Vandoorne - Vandoorne fuhr unauffällig, war aber stärker als Teamkollege Alonso. Den guten McLaren mit der Honda-Krücke im Heck im Qualifying in die Top10 zu fahren, ist eine starke Leistung. Im Rennen - surprise, surprise - fiel Vandoorne mit einer defekten Power Unit in den Punkterängen liegend aus.

08. Sebastian Vettel - Für Vettel und Ferrari war es ein enttäuschendes Wochenende. Dennoch machte Vettel das Beste draus. Mehr als Platz 3 war nicht möglich und genau diesen Platz holte Vettel. Der Schaden hielt sich also in Grenzen. Ferrari ist weiterhin sehr sehr stark, dieses Wochenende wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Ausrutscher bleiben. Und wenn man mit einem Ausrutscher Platz 3 holt, dann ist die eigene Situation nicht so schlecht, wie so von einigen beschrieben wird.

09. Felipe Massa - Der Brasilianer zog zwar den Kürzeren gegen Teamkollege Stroll, dennoch bestätigte er eine starke Williams-Leistung. Vom schlechteren Startplatz konnte er recht zeitig auf Stroll aufschließen, für ein Überholmanöver reichte es jedoch nicht.

10. Kevin Magnussen - Eine Platzierung mit der wir uns sehr schwer taten. Magnussen fuhr stark keine Frage, außerdem boten sich nicht mehr so viele Alternativen für den letzten Punkterang. Aber dieses unsägliche Geheule von Magnussen im Teamfunk nach dem Überholmanöver von Verstappen war vor Allem eines - es war peinlich. Aus besagter Alternativlosigkeit und mit Fokus auf die fahrerisch starke Leistung von Magnussen, bekommt er trotzdem den letzten Punkt in unserem Driver Ranking.

 

Gesamtwertung:

01. Hamilton 199 Pkt.

02. Vettel 142 Pkt.

03. Ricciardo 119 Pkt.

04. Verstappen 115 Pkt.

05. Bottas 105 Pkt.

06. Alonso 89 Pkt.

07. Räikkönen 72 Pkt.

08. Hülkenberg 71 Pkt.

09. Ocon 70 Pkt.

10. Sainz 57 Pkt.

11. Perez 55 Pkt.

12. Grosjean 52 Pkt.

13. Massa 52 Pkt.

14. Stroll 37 Pkt.

15. Vandoorne 20 Pkt.

16. Magnussen 18 Pkt.

17. Wehrlein 17 Pkt.

18. Palmer 10 Pkt.

19. Kvyat 3 Pkt.


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