Nachbericht zum Way Back When 2015

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Das neue Vorzeigefestival des Ruhrpotts, im sonst eher als Fußballmetropole verschriehenen Dortmund, hat dieses Jahr mit ordentlich Karacho seinen zweiten Geburtstag gefeiert. Und dabei direkt einige großen Namen der Indie und Singer-Songwriter Szene zur Party in die Clubs der Ruhrpottperle eingeladen. Obwohl nur Clubs ist gelogen, tatsächlich war dann mit der Pauluskicrhe doch eine etwas ausgefallenere Location dabei. Unsere Musikredakteurinnen Melissa Faust und Manon Marie Hütter warem vor Ort und haben dieses doch recht junge Festival mal näher inspiziert:

Direkt am ersten Abend spielte dann auch schon der erste Teil der Österreich-Connection mit Hauptheadliner Bilderbuch. Oft werden sie als Erben Falcos betitelt und sind sowieso der neue Stern am Indie-Firmament. Ob sie dem ihnen weit vorrauseilenden Ruf auch gerecht werden konnten? Hört selbst:

Vorher haben wir aber noch die überaus sympatischen und sehr humorvollen Herren von Citizens! interviewt. Man erinnere sich an Hits wie True Romance und Reptile. Wie es mit dem neuen Album so läuft und in wie fern sie maßgeblich an Taylor Swifts großem Erfolg in der Popwelt beteiligt sind haben wir rausgefunden:

Das war allerdings nicht die einzige Band mit der wir uns an dem Tag unterhalten haben. Nein, wir haben wahrlich einen wahren Interview-Marathon veranstaltet und uns fast alle vors Mikro geholt, die an dem Tag auf der Hauptbühne im FZW gespielt haben. Und zwar wären das einmal die Partycrasher von Wild Beatst, die Landauer Wunderkinder und Hoffnung der deutschen Indie-Szene Sizarr und die sympatischen Kanadier von Arkells.

Auch noch grandios an dem Abend waren The Rural Alberta Advantage die ganz casual und auf sehr charmante Art bescheiden im Holzfäller-Outfit das Domicil gerockt haben, Joco die in der Kirche sehr minimalistisch alle in ihren Bann gezogen haben und Hundreds die dort ebenfalls akkustische Zauberkunst fabriziert haben.

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Am nächsten Tag folgte dann mit Wanda Teil 2 der Austro-Pop- Welle. Bei denen stellt sich allerdigs teils die Frage ist das noch Pop oder tatsächlich schon Schlager? Auf jeden Fall sind sie Entertainer und zwar im ganz großen Stil. Wie das Konzert war und die persönlichen Highlights unserer Reporterinnen gibts hier:

Ein paar dieser Highlights haben wir außerdem auch interviewt am Samstag haben wir uns nämlich mit BRNS aus Belgien und The Slow Show aus Manchester unterhalten:

Den Preis für die wohl netteste Band mit der man unbedingt mal ein Bier trinken oder einfach nur über Gott und die Welt plaudern möchte und mit der wahrscheinlich selbst Schach spielen noch wahnsinnig unterhaltsam ist geht definitiv an Alcoholic Faith Mission. Deren Set hat auch ordentlich Leute an Land gezogen und das obwohl sie “nur” den kleinen Raum des FZW gespielt haben. Luisa die in der Kirche gespielt hat lief nach der stimmgewaltigen Nummer da selber noch im FZW rum und hat sich andere Bands angeguckt. Und Alltmeister Fink hat den Abend glorreich und wahnsinnig melodisch ausklingen lassen.

Sonntag dann konnte die kleine Halle im FZW ziemlich viel so dass man die etwas skurrilen Klaus Johann Grobe, die super retro angehauchten Tops und Jamie Ts Erben Only Real direkt hintereinander abpassen konnte.
Apropros Only Real. Über den weiß man hier in Deutschland noch nicht so viel – sollte man aber! Definitiv jemand den es im Auge zu behalten gilt!

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Und dann war er auf einmal da: der Moment der absoluten Foxygen Eskalations-Abrissparty! Die Allah-Lahs die das Festival beendet haben konnten da nicht viel mehr tun als aus den Trümmern die Foxygen zurückgelassen haben einigermaßen solide Musiktürmchen zu bauen. Kein schlechter Aufritt aber nach Foxygen fast schon vertane Lebensmüh. Mit den Masterminds hinter dem Bühnenfeuerwerk haben wir übrigens auch gequatscht:

Schlussendlich ist das Way Back When ein wunderschönes Festival, bei dem die Gummistiefel zwar getrost zu Hause bleiben können, was sich aber vor allem bookingtechnisch auf gar keinen Fall hinter den Großen verstecken muss sondern fast schon rasend schnell auf der Überholspur an ihnen vorbeizieht. Ein Festival von Musikliebhabern für Musikliebhaber und das nunja – in Dortmund!


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