Docklands Nachbericht und Festivals

Die Elektriker - Docklands Nachbericht und Festivals / vom 07.06

Das Docklands Festival 2016 und andere elektronische Festivals waren das Thema der Sendung am 07.06. Während es in der ersten Stunde um Festivals und deren Musik ging, gab es im Set dieses Mal einige der heißesten Neuvorstellungen der letzten Wochen.

Playlist:

Docklands Festival 2016 - Nachbericht:

Münster - das neue Zentrum für elektronische Musik. Das lässt sich zumindest meinen, wenn man am letzten Mai Wochenende in der Nähe des Hawerkamps unterwegs war. Das Docklands - Festival 2016 stand am 28. Mai an und dieser Aufforderung folgten viele Sympathisanten der elektronischen Musik. Insgesamt 12.000 Menschen wollten einen Tag und einen Nacht feinste elektronische Tanzmusik genießen. Das Festival war somit zum ersten Mal ausverkauft.

Seit 2014 findet das Docklands-Festival in dieser Art statt. Das Besondere: Ab mittags öffnen sich die Tore für das Docklands-Openair, nachts nehmen dann die Clubs am Hawerkamp die feiernden Menschen auf. Das Docklands ist ein Stadtfestival. Das Open-Air Gelände liegt zwischen Hawerkamp und Industrieweg - zentral gelegen, um auch fix mit dem Zug anreisen zu können.

Ein paar Neuerungen in 2016

Thomas Pieper, der Organisator des Docklands und das Gesicht der münsteraner Elektro-Szene, hat sich dieses Jahr für das Open-Air Gelände einige Neuerungen ausgedacht, wie er uns in der vergangenen Sendung schon erklärt hatte: Der erste Act spielte schon ab 12 Uhr, das heißt, man konnte nun 24 Stunden durchtanzen. Von Samstag 12 Uhr bis Sonntag 12 Uhr. Außerdem gab es vermehrt Goodie- und Merchstände und eine zweite kleiner Bühne, auf der parallel zum Hauptprogramm kleinere DJs wie Zoka und Kevin Over und Anja Schneider aufgelegt haben.

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Das Line-up - International und vielfältig

Der Tag begann mit in.deed, zwei ganz frischen Jungs in der Szene. Die meisten Leute kamen aber erst etwas später aufs Gelände und zum Nachmittag war es dann richtig voll. Die Masse war gut drauf, man merkte, sie haben Bock auf Festival, Open-Air und Elektro. Dazu kam das 1a warme Sonnenwetter und vielleicht das ein oder andere Kaltgetränk. Die Musik konnte allerdings auch schon für ein Versinken in andere Sphären sorgen - Aka Aka feat. Thalstroem beispielsweise waren super und gaben dem Nachmittag einen richtig guten Drive. Danach kam für viele Zuschauer ein Highlight: Moonbotica. Die beiden Hamburger sind schon lange aktiv und auch oft in Münster zu Gast, dennoch oder gerade deswegen sehr gut hörbar mit ihren eher klassischen elektronischen Sets.

So haben unsere Elektriker-Reporter Laura Bartels und Lukas Wortmann den Open-Air Teil des Festivals erlebt:

Herausragend anders war der Bulgare KiNK. Er hat als einziger am Nachmittag kein vorgemixtes Set mitgebracht, sondern alles live auf der Bühne eingespielt. Viel Arbeit für ihn, die sich aber echt gelohnt hat. Sein Mix klang frisch und frech und ziemlich tanzbar. Für uns eine der Überraschungen des Festivals. Kurz noch ein Genderaspekt: Immerhin eine Frau hat es auf die Open-Air Bühne geschafft. Monika Kruse, keine Unbekannte in den münsteraner Clubs, durfte eine Stunde ihr Set spielen. Dann kam ab 20 Uhr, “das Highlight des Docklands Festivals 2016”, wie es Thomas Pieper bei uns im Interview beschrieb. Solomun trat auf. Der momentan stark gehypte DJ aus Bosnien spielte 2 Stunden lang - und das richtig gut! Er konnte viel seines Repoertoires zeigen und auch mal ein bisschen ruhigers spielen, um dann am Ende nochmal richtig in die vollen zu gehen.

Nach dem Finale, was sogar ein paar Minuten länger als 22 Uhr ging, wurden sofort die Tore Richtung Hawerkamp geöffnet - einige Leute strömten gleich in die Clubs. Der Großteil brauchte nach mehreren Stunden durchtanzen aber erst einmal eine Pause und stärkte sich zu Hause, im Hafenviertel oder auf dem Hafenfest, was zeitgleich an dem Wochenende in Münster stattfand und für viel Betrieb sorgte. Nach der Ruhephase, oder vielleicht sogar einem kurzen Powernap, sorgten dann Highlights wie Alle Farben dafür, dass das Hawerkamp sich ordentlich füllte. Ein terminiertes Ende vom Docklands findet sich auf der Homepage übrigens nicht - die letzten DJs spielen solange es die tanzenden Füße mitmachen.

Elektriker-Reporter Christian Herringer war insbesondere Nachts für uns unterwegs, was er von der Nacht hielt hört ihr hier:

 

Maifeld Derby 2016:

Das Maifeld Derby in Mannheim ist nicht gerade bekannt für seinen Fokus auf elektronischer Musik. Trotzdem hat Elektriker-Reporter Lukas Wortmann gerade durch solche Festivals erst den Zugang zu elektronischer Tanzmusik finden können. Seine Highlights und Eindrücke vom Maifeld Derby hört ihr hier:

 

Das Set:

Das Set bestand dieses Mal aus den besten Neuvorstellungen der letzten Wochen. Künstler wie Niconé, Max Graef, Virginia und Stimming legen wir jedem ans Herz. Hört mal rein!

Max Graef & Glenn Astro - Where The F**k Are My Hard Boiled Eggs?!

Gonno & Nick Höppner - Spocking Fivers

Kaytranada - Track Uno

Virginia - Bally Linny

Suff Daddy - Jammin

Kasper Bjorke - Klint

Stimming - Tanz Für Drei

Niconé - Dawner

 

Moderation: Sophia Kisfeld

Chef vom Dienst: Lukas Wortmann

Mitwirkende an der Sendung: Christian HerrigerLaura Bartels, Hanno Jenkel


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