Drivers Ranking: Vereinigte Arabische Emirate

Das QMotors-Driver Ranking. Wir vergeben selbst die Punkte für die Fahrer. Welcher Fahrer überzeugte am meisten, unabhängig vom Auto oder tatsächlichen Ergebnis?

Das große Saisonfinale der Formel 1 und eigentlich waren alle nennenswerten Entscheidungen schon gefallen. Lediglich im Mittelfeld ging es bei den Teams um die Positionen und damit verbundenes Preisgeld. Mercedes zeigte die stärkste Form, Ferrari war stärker als Red Bull. So gab es eine klare Startaufstellung und ein in der Folge ebenso klares wie eintöniges Rennen. Abu Dhabi liefert zwar von der Atmosphäre tolle Bilder, gute Grand Prixs sind dort jedoch eine Seltenheit. Bei diesem Rennen fiel es nicht leicht, ein Driver Ranking zu erstellen, da man kaum Situationen fand, die ernsthaft bei einer Bewertung geholfen hätten. Hier unser Ergebnis:

01. Nico Hülkenberg - Fangen wir mit dem Negativen an. Die Strafe aus der ersten Runde für das Abkürzen der Strecke war sehr offensichtlich und leicht zu verhindern. Vielleicht war es aber auch genau richtig, die Strafe zu riskieren. Die Pace von Hülkenberg war deutlich schneller als die von Perez. Und auf der Geraden den Force India zu überholen, wäre wohl eine unlösbare Mammutaufgabe geworden. Unabhängig von dieser Situation ist Hülkenbergs Pace beeindruckend gewesen. Im Vergleich zu Sainz behielt er sowohl in der Qualifikation als auch im Rennen klar die Oberhand. Als 6. war Hülkenberg am Ende Best-of-the-Rest.

02. Valtteri Bottas - Der Finne holte die zweite Pole in Folge. Dieses mal musste er sich im Duell mit Teamkollege Hamilton durchsetzen. Im Gegensatz zu Brasilien konnte Bottas an diesem Wochenende die erste Position am Start verteidigen. Von da an kontrollierte er das Rennen. Auch wenn Hamilton vielleicht einen Tacken schneller war, kam er nie in die Position Bottas ernsthaft anzugreifen. Für Bottas endet die Saison nach vielen schwierigen Rennen auf einem Hoch.

03. Fernando Alonso - Für Alonso geht mit dem Abu Dhabi GP eine dreijährige Leidenszeit zu Ende: Das letzte Rennen mit Honda-Motor. Und es war ein starkes Rennen. Die McLaren-Speerspitze zeigte einige schöne Überholmanöver trotz fehlenden Topspeeds. Alonso beweist sich als erneut als Kämpfernatur.

04. Felipe Massa - Bei seinem wohl letzten Grand Prix fuhr Massa stark. Erst setzte er den Williams in die Top10 der Startaufstellung, dann konnte er sich im Rennen auf dieser Position behaupten. Massa zeigt nochmal eindrücklich, welch ein guter Fahrer er eigentlich ist und dass er trotz seines hohen Alters immer noch zu starken Leistungen in der Lage ist. Für Massa geht es wohl in der Formel E weiter. Wir sind überzeugt, dass er dort zu den vorderen Fahrern gehören wird.

05. Daniel Ricciardo - Auch wenn sich bei Red Bull alles um Verstappen dreht, kann Ricciardo immer wieder mit starken Leistungen auftrumpfen. Dieses mal hatte Ricciardo seinen Teamkollegen komplett im Griff. In der Qualifikation setzte er den Red Bull sogar zwischen die Ferraris. Im Rennen behielt er diese Position bis zu seinem technisch bedingten Ausfall.

06. Sergio Perez - Force India beendet die Saison mit einer erneut soliden Leistung. Lediglich Hülkenberg landete von den Mittelfeldteams weiter vorne. Man kann Force India ihre Leistung gar nicht hoch genug anrechnen, wenn man mal auf die Budgets achtet, die die jeweiligen Teams zur Verfügung haben. Perez und Ocon waren auf Augenhöhe, mit Perez knapp vor Ocon.

07. Esteban Ocon - Same here. Ocon nahezu gleichauf mit Perez - nur den Tacken hinterher. Trotzdem eine starke Leistung von Ocon, der ja immer noch in seiner Debütsaison ist. Im nächsten Jahr wird es noch schwieriger für Perez werden, den jungen Franzosen hinter sich zu halten.

08. Sebastian Vettel - Absolut unspektakulär - das beschreibt Vettels Wochenende sehr gut. Für Vettel und Ferrari gab es kein Herankommen an die Mercedes - Platz 3 war das Maximum. Vettel erledigte in Abu Dhabi seinen Job - aber man merkte schon, dass der letzte Elan nicht mehr vorhanden war.

09. Pascal Wehrlein - Für Wehrlein kann es wohl das letzte Formel 1-Rennen seiner Karriere gewesen sein. Wehrlein schaffte es sich trotz unterlegenem Auto das ein oder andere mal gut in Szene zu setzen. Punkte waren im Sauber aber nicht in Reichweite. Wehrlein dominiert seinen Teamkollegen Ericsson und muss wohl trotzdem sein Cockpit räumen. Das ist die harte Welt der Formel 1, in der es nicht nur um die fahrerische Leistung, sondern auch um viel Geld geht. In unserem Drivers Ranking geht es jedoch um die fahrerische Leistung, und deshalb bekommt Wehrlein auch zwei Punkte.

10. Romain Grosjean - Der Franzose war in Abu Dhabi in viele Zweikämpfe verwickelt und ging nicht immer als Sieger daraus hervor. Dafür zeigte er seinem Teamkollegen die Grenzen auf. Fast eine Minute lag am Ende zwischen Grosjean und Magnussen. In einem Rennen ohne große Ereignisse, wollen wir die teaminternen Duelle in den Fokus rücken - und da war Grosjean halt der deutlich schnellere Haas-Fahrer.

 

Gesamtwertung - Endstand:

01. Hamilton 264 Pkt.

02. Verstappen 221 Pkt.

03. Vettel 188 Pkt.

04. Ricciardo 177 Pkt.

05. Alonso 153 Pkt.

06. Bottas 151 Pkt.

07. Ocon 137 Pkt.

08. Hülkenberg 133 Pkt.

09. Sainz 90 Pkt.

10. Räikkönen 89 Pkt.

11. Massa 87 Pkt.

12. Perez 78 Pkt.

13. Stroll 55 Pkt.

14. Grosjean 53 Pkt.

15. Vandoorne 47 Pkt.

16. Magnussen 30 Pkt.

17. Wehrlein 22 Pkt.

18. Palmer 18 Pkt.

19. Kvyat 9 Pkt.

20. Ericsson 6 Pkt.

21. Gasly 2 Pkt.


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