The White Stripes – Under Great White Northern Lights
Schrill, wild und vor allem LAUT!!! So kommt sie daher, die aktuelle Live-Scheibe der White Stripes. Ein echter Kracher, dessen Kauf sich nicht nur für White Stripes Fans lohnt, sondern auch für Einsteiger ein Augenöffner sein kann.
Es ist immer wieder erstaunlich was zwei Leute auf der Bühne für eine Power erzeugen können. Die White Stripes sind die Meister der minimalen Instrumentenbesetzung. Gitarrist Jack White überzeugt mit seinem chaotischen, quietschenden und energiereichen Sound und schafft es, durch seine Bühnen-Performance die Menge mitzureißen. Drummerin Meg White führt die lauteren Songs mit ihrem unglaublich dominanten Bass Drum Rhythmus und ihrer perfekt auf die Gitarrenriffs abgestimmten Spielweise.
Trotz dieses bekannten Konzepts kann die Live-Scheibe auch überraschen. So sorgen Dudelsack- und Mandolinenarrangements für schottisch und irisch anmutende Momente. Vor allem die ruhigeren Songs der Band kommen so überzeugend und authentisch rüber. Für alle, die die White Stripes bisher nur von den Studioalben kennen ist dieses Live-Album ein Muss. Die dazugehörige DVD rundet das Paket ab. Durchmischt von dokumentarischen Sequenzen, verbildlicht sie das Live-Programm.
Leute, die bisher nur „Seven Nation Army“ kannten, könnten allerdings von den manchmal etwas unsauber gespielten Songs und dem ungewohnten Sound enttäuscht werden. Die White Stripes sind eben trotz „Seven Nation Army“ keine Top 40 Band.
„Under Great White Northern Lights“ ist trotzdem (oder gerade deshalb) eine eindrucksvolle Mischung aus Blues, Punk und Folk durchmischt mit knackigen Rock-Riffs und deshalb völlig einmalig.
Lukas Bartholomei

The White Stripes – Under Great White Northern Lights
Label: Xl/Beggars Group (Indigo)
VÖ: 12. März 2010
Anspieltipps
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