Interview mit Maarten Devoldere (Warhaus)

Het is gewoon ‘s nachts gebeuren de meesten, komen de grootsten gevoelens naar boven.(“Es ist einfach so, nachts passieren die meisten, kommen die größten Gefühle zum Vorschein.”) Maarten Devoldere / Warhaus

 

 

Radio Q hat Maarten Devoldere getroffen, der seit diesem Jahr mit seinem Soloprojekt Warhaus unterwegs ist. Unter diesem Namen hat er dieses Jahr sein Album "We Fucked A Flame Into Being" veröffentlicht. Bekannt ist er auch von der belgischen Band Balthazar.

 

 

Das Album “Thin Walls” haben Balthazar, genauer genommen Jinte Deprez und Maarten Devoldere, damals in einem Kloster aufgenommen, für “We Fucked a Flame Into Being” hat sich Devoldere auf ein Boot gegeben. Die Zurückgezogenheit hat ihm geholfen, sich dort zu konzentrieren und sein Projekt fertig zu bekommen: “Dus, dat is puur ik en de muziek.” Zwischendurch haben ihn jedoch Freunde besucht, jedoch auf eben diesem kreativen Prozess: Sylvie Keusch, die das weibliche Pendant auf seinem Album bietet und sein enger Freund Wouter Bouvijn, der einen kurzen Dokumentarfilm dazu gedreht hat.

 

 

 

Völlig isoliert war er demnach nicht, auch die Referenzen auf dem Album verraten, dass Simon Casier und auch Patricia Vanneste von Balthazar an diesem Album mitgearbeitet haben. Das bezeichnete er im Gespräch jedoch nicht als eine kreative Zusammenarbeit, sondern eher als die Unterstützung eines befreundeten sehr guten Künstlers.

 

Er war also kreativ auf sich allein gestellt, auf der Suche nach “details in der eigenen Persönlichkeit, die dich zu dir machen, Maarten Maarten machen.” Er bezeichnet “We Fucked a Flame Into Being” dabei als eine nächtliche Platte, weil seine Kreativität vor Allem nachts zum Vorschein kommt. Ihn selber interessieren vor Allem die Songs, die etwas mysteriöses in sich tragen und das funktioniert seiner Meinung nach besser nachts.

 

Während die ersten Songs des Albums eben genau das, die mysteriöse und düstere Stimmung einfasst, weist sein Album aber der zweiten Hälfte eine Art Bruch auf, es wird flächiger auf der Ebene des Sounds. Er erklärt das so, dass er eine Art Spannungsbogen aufbauen wollte. Die erste Hälfte habe mehr “drive”, “Machinery” wirke dann wie ein Bruchstück, eine romantischere langsamere Nummer woraufhin er ein wenig Rock’n’Roll vermisste, um “die Menschen wieder wach zu schütteln”. Inhaltlich verfolgt das Album einen eher romantischen Erzählstrang, wenn auch die Frau, die besungen wird, eher als eine femme fatale wirkt, die eh nicht zu erreichen scheint. Maarten Devoldere hat das jedoch auf eine Art verneint. Für ihn sei es die Art, Frauen zu zelebrieren, eben genau mit dieser sphärischen Beschreibung. Seiner Meinung nach steckt in solchen Songs mehr Bildsprache, als in einem “happy feel good song” - das würde bei ihm nämlich nicht dazu führen, sich zu verlieben. Es sind Geschichten, Mädchen von früher, um die diese Texte drehen: “vielleicht ist das aber auch einfach mein Typ, diese etwas düsteren Frauen, ich weiß nicht…”

 

 

 

 

 

 

 


Von:
Manon Hütter