Celebrating Fight Procrastination Day!
6. September 2012
United States foreign policy can be seen as a succession of strategic conventional wisdoms, or paradigms…boah, was für ein Gewitter…on whether the country’s defense should start on the near or far side of the oceans. Oh, der Himmel ist rosa! An interventionist paradigm favors the latter, a noninterventionist paradigm, the former. Hm, eigentlich müsste ich mal schnell die Kamera rausholen. This article argues that each elite American generation comes to favor one of these orientations…ansonsten ist die Farbe gleich weg…by living through the catastrophe brought on by the application ad absurdum…KLICK!…of the opposite paradigm at the hands of the previous elite generation.
So ging es dem Autor dieses Artikels bei seiner letzten Hausarbeit. Prokrastination ist unter Studenten traditionell der größte Volkssport (neben Flunkyball). Da braucht man nur mal ein kleines bisschen unmotiviert sein, schon wandert der Blick von der Sekundärliteratur in Richtung Facebook/Kühlschrank/Handy … die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Warum tun wir das? Eigentlich machen wir es uns damit doch selbst unnötig schwer, oder? Und das Gefühl, etwas geschafft zu haben, und sich danach erst durch Facebook zu wühlen, hat doch eigentlich etwas sehr erleichterndes…oder? Schon, aber wie die Gefühle nun einmal sind, lassen sie sich nicht immer steuern. Das ist auch bei der Prokrastination so. Die wird nämlich durch Gefühle ausgelöst, sagt Diplom-Psychologe Volker Koscielny von der Zentralen Studienberatung der Uni Münster.
Wie entsteht Prokrastination? by Radio Q Podcasts
Egal, ob man den wissenschaftlichen Ausdruck „Prokrastination“ benutzt oder die umgangssprachliche „Aufschieberitis“ – viele Studenten sehen dieses Problem zunächst einmal mit Humor, sehen es mit einem Anflug von Selbstironie oder ziehen sich gegenseitig damit auf.
Aktueller Hausarbeitsstatus: das Zimmer glänzt
In vielen WGs wird vor allem dann geputzt und aufgeräumt, wenn die nächste Hausarbeit oder das das nächste Referat ansteht. Wenn diese Termine bei mehreren der Mitbewohner zusammenfallen, kann das natürlich sehr effektiv sein. Wenn dann alles auf Hochglanz poliert ist, fragt sich mancher: „Warum habe ich das jetzt eigentlich gemacht?“ Volker Koscielny kennt die Antwort.
Putzen und Aufräumen by Radio Q Podcasts
Problematisch wird es aber, wenn man durch ständiges Prokrastinieren in wirkliche Schwierigkeiten gerät. Deadlines kennen keinen Humor. Manche Dozenten auch nicht. Wenn es also wirklich „um die Wurst“ geht, ist es wichtig, sich selbst einen Plan zu machen, und noch wichtiger: diesen Plan auch penibel genau einzuhalten, sagt Volker Koscielny. Wenn man sich vorgenommen hat, um 10 Uhr morgens anzufangen, dann fängt man auch um Punkt 10 Uhr an – eine Abweichung von einem solchen Plan wäre wiederum der erste kleine Schritt, der Prokrastination begünstigt. Wichtig ist aber, dass man sich nicht selbst zu sehr unter Druck setzt. Ein gutes und konzentriertes Arbeitsgefühl lässt sich erreichen, wenn man ein paar Tricks beachtet.
Zeitmanagement + Sensibilität by Radio Q Podcasts
Die Belohnung kommt später, sagt Koscielny weiter. Kommen muss sie aber auf jeden Fall. Wichtig ist, das man den Unterschied kennt zwischen der kleinen Belohnung, die man sich selbst für nach dem nächsten Arbeitsabschnitt versprochen hat und dem kleinen sich selbst entgegenkommen, wenn Motivation oder Konzentration schon vorher nachlassen.
Wenn gar nichts mehr geht: Tapetenwechsel
„Ich kann so nicht mehr weiterarbeiten, ich muss hier raus!“ Bei vielen ist irgendwann während der Hausarbeit dieser Punkt erreicht. Um Abhilfe zu schaffen, kann man sich entweder mit einem oder zwei Stück Sekundärliteratur ins Grüne setzen – oder man packt sich den Rucksack voll mit Büchern, Aufzeichnungen und Laptop und setzt sich in die nächste Bib. Es muss auch gar nicht die Bibliothek des eigenen Instituts sein, den Mitarbeitern ist es in der Regel egal, wer da in den Räumen sitzt. Wichtig ist, dass man sich dort eine gute Arbeitsatmosphäre schaffen kann, denn: ein Tapetenwechsel kann Wunder wirken, sagt auch Volker Koscielny.
Tapetenwechsel by Radio Q Podcasts
Wer aber partout nicht weiterkommt, kann sich bei der Zentralen Studienberatung der Uni Münster helfen lassen – zum Beispiel von Volker Koscielny. Erfahrung mit dem Thema haben er und seine Kollegen reichlich: von den über 800 psychologischen Beratungsgesprächen, die im vergangenen Jahr in der ZSB geführt wurden, drehten sich die meisten um das Thema Prokrastination.
Dabei sind aber die Berater in der ZSB natürlich auch nur Menschen. Auf die Frage, ob er eigentlich auch prokrastiniert, antwortete Volker Koscielny: „Ja, natürlich!“
Stefan Eising
(der statt dieses Artikels eigentlich eine Hausarbeit hätten schreiben müssen)





