Studenten wollen Commerzbank verklagen

20. Juni 2012

Zahlreiche Studenten wollen die Commerzbank verklagen. Der Vorwurf lautet, die Bank habe nicht rechtzeitig über das Auslaufen von Darlehen informiert.
Im Jahr 2006 bis 2009 hat die Dresdener Bank sogenannte Flexi-Kredite angeboten. Beim Vertragsabschluss dieser Kredite war jedoch unklar, wie das Darlehen zurückgezahlt werden sollte. Das sollte geklärt werden, sobald das Darlehen abgelaufen war. 2009 wurde die Dresdener Bank jedoch von der Commerzbank übernommen und mit ihr auch die Studienkredite. Die Commerzbank soll dann nicht rechtzeitig darüber informiert haben, dass die Darlehen mit den niedrigen Zinssätzen ausgelaufen waren. Stattdessen soll die Bank die Rückzahlung der Studenten sofort verlangt haben mit einem Zinssatz von über 18 Prozent. Sie machte den Studenten jedoch ein neues Angebot, ihren Studienkredit in 8 Jahren mit einem Zinssatz von 9,9 Prozent zurückzuzahlen. Bei einem Kredit von 30.000 Euro wären das 14.000 Euro die die Studenten zusätzlich zu zahlen hätten.
Es wurde eine Sammelklage vorbereitet, bei der sich bislang 30 Studenten gemeldet haben. Die Commerzbank selbst wies den Vorwurf gegenüber der „Financial Times“ generell zurück und sprach nur von vereinzelten Fällen.